Viele Kunstfreunde wollen Rolf Eschers Zeichnungen aus Rom sehen

dzAusstellungseröffnung

Früher war dem Künstler Rolf Escher die Architektur in Rom zu monumental. Das hat sich geändert. Zum Glück, werden die vielen Besucher sagen, die zur Ausstellungseröffnung in die „sohle 1“ kamen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Oberaden

, 19.01.2020, 18:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die städtische Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel behielt recht, als sie für die Vernissage in der Galerie „sohle 1“ ein volles Haus vorhersagte: Denn Rolf Escher, ein guter „alter“ Bekannter nicht nur aus den lange zurückliegenden Zeiten des Bergkamener Bilderbasars, gehört erfahrungsgemäß zu den Künstlern, deren Ausstellungen eine magische Anziehungskraft ausüben.

Entsprechend voll war es denn auch am Sonntagmorgen in der „sohle 1“, als dort die Ausstellung „Roma – Ewige Stadt“ mit Skizzen und großformatigen Grafiken des inzwischen emeritierten Münsteraner Kunstprofessors, aber immer noch überaus aktiven Künstlers Rolf Escher eröffnet wurde.

Die Zeichnungen muten sommerlich an

Wer vor dem offiziellen Teil der Vernissage die Zeit nutzte, durch die Ausstellung zu schlendern, hatte schnell die nieselige Stimmung und die kühlen fünf Grad draußen vergessen. Denn die Skizzen und die sommerlich anmutenden Bilder von der Fontana di Cavalli bei der Villa Borghese, von dem plätschernden Tritonenbrunnen oder von der rauschenden Wasserorgel in der Villa d’Este verfehlten bei den Betrachtern nicht ihre Wirkung.

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Mit Thomas Hengstenberg übernahm ein ausgemachter Kunstkenner und künstlerischer Wegbegleiter Rolf Eschers die Einführung. Er berichtete, dass der 1936 geborene Rolf Escher seine Eltern nicht wirklich erfreute, als er ihnen eröffnete, malender Künstler werden zu wollen. Doch die Begeisterung für die Malerei dürfte gerade im väterlichen Malerbetrieb auf den jungen Escher übergesprungen sein, der dort von den bunten Farben regelrecht fasziniert war.

Anfangs war Rom dem Künstler zu monumental

Schon seit 1980 reiste der renommierte Kunstprofessor Rolf Escher regelmäßig zu den antiken Stätten Italiens, um deren architektonische Kunstschätze mit Bleistift, Buntstiften, Tusche oder Aquarell auf dem Zeichenblock, oftmals ergänzt mit Texten von Walter Jens, festzuhalten. Viele Jahre habe er jedoch einen Bogen um Rom gemacht, habe es irgendwie ausgespart, erzählte Rolf Escher bei der Ausstellungseröffnung. „Rom war mir einfach zu monumental, zu unnahbar.“

Vor fünf Jahren fuhr Rolf Escher dann wieder einmal nach Italien und auch nach Rom – und plötzlich war alles anders. „Ich war auf einmal von Rom und seinen architektonischen Schätzen fasziniert.“

Die Ausstellung ist bis zum 1. März in der städtischen Galerie „sohle 1“ im Stadtmuseum an der Jahnstraße in Oberaden zu besichtigen.

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