Viel Platz auf der Eisfläche, denn die meisten trauen sich nicht wegen Corona

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Die Eishalle Bergkamen hat ein strenges Hygienekonzept und darf deshalb auch weiter geöffnet bleiben. Trotzdem ist der Betreiber von den Besucherzahlen in den Herbstferien enttäuscht.

Bergkamen

, 24.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wäre es Dr. Martin Brodde, dem Betreiber der Bergkamener Eishalle, am liebsten, wenn die Eisläufer auch auf dem Eis ihren Mund-Nasen-Schutz tragen würden. „Wir appellieren dringend die Maske auch auf dem Eis aufzulassen“, sagt Brodde. Die meisten würden sich aber daran halten, sagt er.

Eigentlich aber schreibt das Gesundheitsamt die Maskenpflicht auf dem Eis nicht vor. An diesem Tag sind so wenige gekommen, dass es nicht schwer fällt, auf der Eisfläche mehrere Meter Abstand zu halten. Und so sind es diesmal nur wenige, die eine Maske tragen. Sie habe ihre Maske aber immer griffbereit, sagt Nicole Botta und zieht sie zum Beweis gleich aus der Jackentasche.

Nicole Botta ist mit ihren Kindern Marc und Mia zum Eislaufen gekommen. Sie ist gerne da und fühlt sich sicher.

Nicole Botta ist mit ihren Kindern Marc und Mia zum Eislaufen gekommen. Sie ist gerne da und fühlt sich sicher. © Stefan Milk

Strikte Maskenpflicht außerhalb der Eisfläche

Die Bergkamenerin ist mit ihren Kindern Marc (9) und Mia (8) gekommen. Ihr Sohn ist schon in einem Eislaufverein. Ihre Tochter möchte gerne und übt schon einmal mit ihrem älteren Bruder. „Ich komme sehr gerne und ich fühle mich hier sicher, auch mit meinen Kindern“, sagt sie.

Das liegt auch daran, dass außerhalb der Eisfläche strikte Maskenpflicht und das Abstandsgebot gelten. Ein Mitarbeiter achtet ständig darauf, dass alle ausreichend Abstand halten, wenn sie nicht zu einer Familie gehören. Die Frau am Empfang kontrolliert, ob sich alle am Eingang die Hände desinfiziert und ob sie ihren Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt haben.

Meist waren nur wenige Läufer gleichzeitig auf dem Eis und konnten gut großen Abstand halten.

Meist waren nur wenige Läufer gleichzeitig auf dem Eis und konnten gut großen Abstand halten. © Stefan Milk

Die Eishalle Bergkamen ist die einzige, die geöffnet ist

Den trägt auch Birgit Kudella, die zusammen mit ihren Kindern sogar aus Schwerte zur Bergkamener Eishalle gekommen ist. „Das ist ja die einzige in der gesamten Umgebung, die überhaupt geöffnet ist“, sagt sie. Angst vor einer Corona-Infektion in der Halle hat sie nicht. Das Hygienekonzept überzeugt sie. Außerdem ist die Eishalle gut gelüftet. Das Dach ist ständig offen.

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Das wird Brodde freuen, der eigentlich mit mehr Eisläufern in den Herbstferien gerechnet hatte. In dieser Zeit trainieren die Schulen und die Vereine nicht. Deshalb hatte Brodde täglich Laufzeiten für die Öffentlichkeit gegen Eintritt freigegeben – jeweils morgen und nachmittags. „Es hätten wesentlich mehr Läufer kommen können, als dann tatsächlich da waren“, sagt er.

Einige Läufer behielten ihre Maske auch auf der Eisbahn auf. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, aber der Betreiber appelliert, sie bei mehr Läufern lieber aufzubehalten.

Einige Läufer behielten ihre Maske auch auf der Eisbahn auf. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, aber der Betreiber appelliert, sie bei mehr Läufern lieber aufzubehalten. © Stefan Milk

Betreiber vermutet, dass viele aus Angst nicht kommen

Der Betreiber vermutet, dass viele aus Angst vor einer Corona-Infektion lieber doch nicht gekommen sind.

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Er ist deshalb auch nie in die Verlegenheit gekommen, den Zugang zur Halle zu beschränken, was eigentlich in seinem vom Gesundheitsamt genehmigten Konzept vorgesehen ist. Danach müsste er die Halle für weitere Besucher schließen, wenn die maximale Anzahl erreicht ist. An diesem Nachmittag sind aber gerade einmal zwei Frauen an einem Tisch in der Gastronomie, gut ein Dutzend Menschen auf der Eisfläche und einige wenige auf den Besucherrängen – und alle mit großem Abstand versteht sich.

In die Eishalle kommen in den Ferien vor allem Eltern mit ihren Kindern.

In die Eishalle kommen in den Ferien vor allem Eltern mit ihren Kindern. © Stefan Milk

Allgemeine Laufzeiten jetzt wieder nur an den Wochenenden

Wer Eislaufen will, ist jetzt wieder auf die Wochenendlaufzeiten angewiesen: Freitagabends ist ab 19 Uhr die Disco „Freaky Friday“, Samstag gibt es öffentliche Laufzeiten von 10 bis 12.45 Uhr und von 14 bis 17 Uhr und ab 19 Uhr die Disco. Sonntags ist die Halle von 11 bis 14 Uhr für die Jumbo-Familienlaufzeit, von 14.30 bis 17.30 Uhr für die Disco-Laufzeit mit den DJs TwiceBeatz und von 19.15 Uhr an für das individuelle Laufen geöffnet.

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