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Verwalter der geräumten Häuser hofft auf Sanierungsvorschlag Ende der Woche

dzBrandschutzmängel

Der Verwalter treibt die Sanierung der geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße schnell voran. Trotzdem wird es noch einige Tage dauern, bis ein abgestimmtes Konzept vorliegt.

Bergkamen

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min

In die Sanierung der geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße scheint schnell Bewegung zu kommen: Der Verwalter André Beckschulte aus Unna geht davon aus, dass der Brandschutzgutachter sein Konzept bereits am Ende dieser Woche mit der Bauaufsicht der Stadt und der Brandschutzdienststelle beim Kreis Unna abstimmt. Danach sei wahrscheinlich abzuschätzen, wie groß der Sanierungsaufwand wird und welche Kosten auf die Wohnungseigentümer zukommen. Er geht davon aus, dass er dann auch eine Eigentümerversammlung einberufen kann, um die Eigentümer zu informieren und einen gemeinsamen Beschluss herbeizuführen.

Noch keine Angaben zum Sanierungsaufwand

Zu einem möglichen Sanierungsaufwand für die beiden achtstöckigen Gebäude mit insgesamt 60 Wohneinheiten will sich Beckschulte derzeit noch nicht äußern.

Auch der Gutachter hält die Räumung für unumgänglich

Bürgermeister Roland Schäfer ist nicht nur erleichtert, dass schnell Bewegung in die Sanierung kommt. Er verweist darauf, dass der von der Hausverwaltung bestellte Gutachter zu dem gleichen Ergebnis wie die Stadt kommt: Auch er hält die Räumung der Häuser für unumgänglich. Gutachter ist der frühere Leitende Brandinspektor der Stadt Hamm, Wilhelm Tigges. Mit der Bestellung von Brandwachen, wie es in sozialen Medien gefordert wurde, sei es nicht getan. „Auch dann ist es für die Bewohner noch zu gefährlich“, sagte Schäfer.

Verwalter der geräumten Häuser hofft auf Sanierungsvorschlag Ende der Woche

Ein Transparent macht auf die Videoüberwachung an den geräumten Häusern aufmerksam. © Michael Dörlemann

Kostengünstigere Rund-um-die-Uhr-Überwachung

Unterdessen bemüht sich die Hausverwaltung, für die Überwachung der Häuser eine kostengünstigere Lösung zu finden. Zurzeit bewachen jeweils zwei Mitarbeiter eines Security-Unternehmens die von einem Bauzaun umgebenen Gebäude rund um die Uhr.

An einem der Zäune macht bereits ein Transparent darauf aufmerksam, dass die Häuser per Video überwacht werden. „Rund um die Uhr einen Sicherheitsdienst zu beschäftigen ist sehr teuer. Wir suchen eine Alternative“, sagte Beckschulte. Viele Bewohner der Häuser machen sich Sorgen, dass Einbrecher und Plünderer die Gelegenheit nutzen und Wohnungen ausräumen.

Fast alle haben in der Notunterkunft ein eigenes Zimmer

15 der insgesamt 95 in den beiden Häusern gemeldeten Menschen wohnen immer noch in der städtischen Notunterkunft an der Fritz-Husemann-Straße. Mittlerweile haben alle Ehepaare und Einzelpersonen zumindest ein Zimmer für sich. Nur zwei Männer, die damit einverstanden sind, teilen sich noch ein Zimmer. Die Stadt sei auch dabei, die Zimmer besser auszustatten, versicherte Schäfer. Als die Bewohner der geräumten Häuser ankamen, hatten in den Badezimmern teilweise noch die Spiegel gefehlt. Das habe auch daran gelegen, dass dieser Teil der Notunterkunft so neu sei, dass er noch nicht komplett ausgestattet gewesen sei, sagte Schäfer. Mittlerweile sind die meisten fehlenden Einrichtungsgegenstände aber montiert.

Ein Teil der Mieter sucht eine neue Wohnung

Zumindest ein Teil der Menschen, die zur Miete in einem der beiden Häuser wohnten, wird wohl nicht wieder in die Wohnung zurückkehren. Ein Teil von ihnen ist offenbar dabei, sich eine neue Wohnung zu suchen. Die ersten Besichtigungstermine hat es schon gegeben. Nach Schäfers Ansicht dürfte es kein Problem sein, die Möbel von der alten Wohnung in eine neue zu bringen. Die Eigentümer und Mieter haben ohnehin fast jederzeit in Begleitung Zutritt zu ihren Wohnungen in den geräumten Häusern. Viele hätten bei der Räumung am Mittwoch nur das Nötigste zusammenraffen können, sagte Beckschulte. „Wir wollen, dass die Bewohner alles was sie benötigen, auch aus ihrer Wohnung holen können“, sagte er. Die Wohnungen in den beiden Häusern werden etwa zur Hälfte von Eigentümern und Mietern bewohnt.

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