Vernichtendes Urteil aus Bergkamen: Eishalle Unna ist ein „Trümmerhaufen“

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Die Eishalle in Unna soll nächstes Jahr wieder öffnen. Der Inhaber der Eishalle im benachbarten Bergkamen sieht darin kein Problem. Er stellt der Halle in Unna ein vernichtendes Zeugnis aus.

Bergkamen, Unna

, 17.10.2019, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verein „Unna braucht Eis“ geht davon aus, dass die Eissporthalle in der Kreisstadt zügig wieder zur Verfügung steht. Der Verein, der die Instandsetzung und Sanierung in einem Bürgervotum durchgesetzt hat, rechnet damit, dass die Halle schon im kommenden Jahr wieder zur Verfügung steht.

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Eishalle: Bergkamener Betreiber hat nicht mit Vereinen aus Unna kalkuliert

Dr. Martin Brodde, dem Betreiber der Eissporthalle am Häupenweg, macht das wenig Sorgen – obwohl die Unnaer Vereine bei ihm zurzeit eine neue Heimat gefunden haben. Als er die Eissporthalle vor zwei Jahre übernommen hat, habe er ohne die Vereine aus Unna kalkuliert, sagt der Unternehmer aus Münster.

Er geht deshalb davon aus, dass die Bergkamener Halle auch dann noch in den schwarzen Zahlen bleibt, wenn die Unnaer Vereine nicht mehr in Bergkamen trainieren und spielen. „Ich habe schon Ideen, was ich mit den Zeiten machen kann, die dann frei werden“, sagt Brodde.

Vernichtendes Urteil aus Bergkamen: Eishalle Unna ist ein „Trümmerhaufen“

Dr. Martin Brodde hat in die Lichttechnik in der Bergkamener Eishalle investiert. Unter anderem gibt es einen Leucht-Kreis unter dem Eis. © Marcel Drawe

Mehr Programm soll freie Laufzeiten füllen

Unter anderem soll es mehr Programm in seiner Halle geben, um mehr Menschen zu den öffentlichen Laufzeiten zu locken. Wenn die Vereine bleiben, sei das komfortabel, wenn sie gehen, kein existenzielles Problem.

Brodde kann den Optimismus von „Unna braucht Eis“ überdies nicht teilen. Er geht davon aus, dass die Sanierung der Eishalle länger dauert, als die Initiative hofft und dass die Eishalle in der Kreisstadt trotzdem nicht langfristig gerettet werden kann.

„In einen solchen Trümmerhaufen wie die Halle in Unna noch zwei bis drei Millionen Euro zu investieren, ist reine Geldverschwendung.“
Dr. Martin Brode, Betreiber der Eissporthalle Bergkamen

Vernichtendes Urteil über die Eishalle in Unna

Die Halle in Unna sei alt und extrem marode, sagte Brodde. „In einen solchen Trümmerhaufen noch zwei bis drei Millionen Euro zu investieren, ist reine Geldverschwendung“, fällt er ein vernichtendes Urteil.

Er vergleicht die Eissporthalle in Unna mit einem „Golf 2, der durchgerostet ist und bei dem Motor und Getriebe defekt sind“. In ein solches Auto würde auch niemand mehr investieren.

Schon früher hatte er geurteilt, dass die Eishalle in Unna für die Bedürfnisse, die sie erfüllen muss, zu groß dimensioniert ist. Von dem Konzept, sie das ganze Jahr über zu betreiben, hält er nichts. „Wenn es nicht kalt ist, kommt auch niemand zum Eislaufen“, sagt er.

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Betreiber hat in die Bergkamener Eishalle investiert

Brodde hat in den vergangenen beiden Sommern, in denen die Bergkamener Eishalle geschlossen war, in das Gebäude investiert. Sie hat unter anderem einen neuen Eingangsbereich und eine moderne, energiesparende Beleuchtungsanlage bekommen. Und: Brodde hat immer klar gemacht, dass er die Halle nur so lange betriebt, wie er nicht in die roten Zahlen rutscht.

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