Vergewaltigung in Oberaden: Gericht veröffentlicht Prozessbeginn und es gibt neue Details

dzKriminalität

Der Mann, der im Juli vergangenen Jahres ein Mädchen in Oberaden vergewaltigt haben soll, wird schon in Kürze einem Richter vorgeführt. Zu der Tat gibt es neue Details.

02.01.2020, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 34-jährige Bergkamener, der im Juli ein 15-jähriges Mädchen in Oberaden vergewaltigt haben soll, muss sich nun vor Gericht verantworten. Der Strafprozess gegen den Mann, der derzeit in der JVA Dortmund untergebracht ist, beginnt am 10. Januar am Landgericht Dortmund.

In der Verhandlung muss er sich nicht nur für die Tat am 13. Juli vergangenen Jahres verantworten. Denn wie im Zuge der Ermittlungen ans Licht kam, soll der Mann bereits am 22. Juli 2012 eine Frau mit der Faust bewusstlos geschlagen haben. Nachdem sie wieder zu Bewusstsein gekommen war, soll er versucht haben, sie zu vergewaltigen. Die Frau wehrte sich und schrie um Hilfe. Sie blieb von einer Vergewaltigung verschont, weil Zeugen auf sie aufmerksam wurden.

Der Bergkamener soll damals mit dem Handy der Angeklagten geflohen sein – und dieses Handy brachte die Polizei damals auch auf die Spur des Mannes. Doch nachweisen konnte sie ihm die Tat nicht, wie ein Sprecher der Staatsanwalt schilderte.

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Erster Versuch der Vergewaltigung schlug fehl

Mit der neuen Tat zog er die Aufmerksamkeit der Ermittler wieder auf sich. Sie rollten den Fall von damals wieder auf und sind sich mittlerweile sicher, dass der Angeklagte auch im Jahr 2012 der Täter war. Dafür spreche auch, dass sich in den Tathergängen deutliche Parallelen fänden.

Denn auch das 15-jährige Mädchen, das der Mann im Juli vergangenen Jahres vergewaltigt haben soll, schlug er wohl zunächst mit der Faust nieder. Er soll sich ihr von hinten genähert haben und ihr so fest mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben, dass sie hinfiel. Unmittelbar nach der Tat sprach die Polizei zunächst davon, dass er sie mit einer Pistole geschlagen hatte.

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Mittlerweile gibt es neue Details zum genauen Tathergang. Der mutmaßliche Vergewaltiger soll dem Mädchen mehrmals auf den Kopf geschlagen und sie dann aufgefordert haben, mit ihm in den Wald zu gehen. Er soll sie mit einer Pistole dazu gedrängt haben, sich dort die Hose herunterzuziehen und auf einen Baumstamm zu legen.

Da es ihm dort nicht gelungen sein soll, sie zu vergewaltigen, startete er wenig später einen zweiten Versuch. Dazu sollte sich das Mädchen wohl selbst wieder anziehen und den Bahndamm hochgehen. Laut Gerichtsmitteilung war sie dazu zu schwach, weshalb der 34-Jährige sie hochgetragen haben soll. Am Bahndamm hinter den Bahnschienen kam es dann zur Vergewaltigung.

Sollten ihm die beiden Straftaten vor Gericht nachgewiesen werden können, droht ihm eine Strafe zwischen 5 und 15 Jahren, wie eine Sprecherin des Landgerichtes erklärt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund sprach zudem von einer möglichen Sicherungsverwahrung.

Zweiter mutmaßlicher Täter auch bald vor Gericht

Eine etwas mildere Strafe wird wohl den zweiten mutmaßlichen Vergewaltiger von Bergkamen erwarten, denn er soll sein Opfer nicht lebensgefährlich verletzt haben. Laut einer Gerichtssprecherin liegt der Strafrahmen bei 3 bis 15 Jahren. Der 24-Jährige wird beschuldigt, im August vergangenen Jahres an der Werner Straße eine Frau vergewaltigt zu haben. Zwei Tage vorher soll er sich an einer 16-Jährigen vergangen haben. Nach einer Verfolgungsjagd wurde er in Senden festgenommen. Der Angeklagte wurde in seiner Jugend bereits wegen Vergewaltigung verurteilt.

Sein Prozess wird wohl Anfang Februar beginnen, wie eine Landgerichtssprecherin sagte. Ein konkreter Termin stehe aber noch nicht fest. Doch am 14. Februar läuft die Sechs-Monats-Frist ab, die mit der Untersuchungshaft beginnt. Wird diese Frist überschritten, werden die Akten ans Oberlandesgericht Hamm geschickt. Der Prozess wird deshalb wohl vor dem 14. Februar beginnen.

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