Vergewaltiger aus Oberaden droht Sicherungsverwahrung: Es war nicht seine erste Tat

dzKriminalität

Der Mann, der im Juli ein junges Mädchen in Oberaden vergewaltigt haben soll, ist offenbar ein Wiederholungstäter. Die Staatsanwaltschaft Dortmund wirft ihm noch eine weitere Tat vor.

06.12.2019, 10:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über den 32-jährigen Bergkamener, der im Juli ein 15-jähriges Mädchen in Oberaden brutal misshandelt und vergewaltigt haben soll, kommen neue Details ans Licht.

Offenbar hat der Mann bereits im Jahr 2012 eine Frau misshandelt und fast vergewaltigt. Damals stand der Mann bereits unter Verdacht, kam aber noch davon, weil das Opfer ihn nicht identifizieren konnte.

Doch die Ermittler sind erneut auf Spurensuche gegangen und mittlerweile sicher, dass der Mann beide Straftaten begangen hat. Bei den Tathergängen gebe es eindeutige Parallelen, erklärt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund, Henner Kruse. Der Ablauf der Taten war sehr ähnlich und es habe einige Auffälligkeiten gegeben, auf die Kruse angesichts des bevorstehenden Verhandlungstermins im Januar freilich nicht näher eingeht.

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Beide Taten des Bergkameners liefen ähnlich ab

Am Abend des 13. Juli dieses Jahres soll der Mann in der Nähe der Bahnhofstraße in Oberaden ein Mädchen verbal belästigt und dann brutal geschlagen haben. Die Jugendliche hatte einen Schädelbasisbruch erlitten. Danach vergewaltigte er sie. Sechs Tage nach der Tat nahm die Polizei ihn auf offener Straße fest.

Am 22. Juli 2012 soll er in Kamen in der Goldbachstraße eine Frau massiv geschlagen und dann ebenfalls versucht haben, sie zu vergewaltigen. Er war laut Kruse bereits dabei, ihr die Hose herunterzuziehen. Durch die Hilferufe der Frau waren damals jedoch junge Männer auf sie aufmerksam geworden. „Sie haben den Täter verscheucht“, sagt Kruse. Zu einem sexuellen Übergriff kam es nicht.

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Dem Täter droht eine Sicherungsverwahrung

Die neuen Erkenntnisse veranlassten die Staatsanwaltschaft Dortmund dazu, eine zweite Anklage gegen den Tatverdächtigen zu erheben. Sie lautet auf „Versuchte Vergewaltigung, schwere Körperverletzung und Raub“.

Die Straftat Raub taucht in der Anklage auf, weil der Bergkamener im Jahr 2012 mit dem Handy des Opfers die Flucht ergriff. Es wurde später gefunden und konnte auf ihn zurückgeführt werden – er dementierte damals aber, das Handy weitergegeben zu haben.

Auch jetzt schweigt der Angeklagte, der von dem selben Anwalt wie im Jahr 2012 vertreten wird. Seine Verhandlung wird höchstwahrscheinlich noch im Januar starten, sagt Kruse.

Dem Bergkamener drohen bis zu 15 Jahre Haft – und auch eine Sicherungsverwahrung kommt wegen der zwei Sexualdelikte in Betracht.

Vergewaltiger aus Oberaden droht Sicherungsverwahrung: Es war nicht seine erste Tat

Ein Bergkamener soll ein 15-jähriges Mädchen im Juni in der Nähe der Bahnhofstraße in Oberaden vergewaltigt haben. © Marcel Drawe

Zweiter Vergewaltiger kommt Ende Januar vor Gericht

Unterdessen rückt auch der Verhandlungstermin für einen 24-jährigen Mann näher. Er soll im August dieses Jahres eine junge Kamenerin in Bergkamen vergewaltigt haben. Nur wenige Tage zuvor hat er offenbar in Kamen eine Jugendliche vergewaltigt. Nach einer mehrtägigen Großfahndung nahm die Polizei den Mann am 15. August in Senden fest.

Da auch er zwei schwere Taten begangen haben soll, ist davon auszugehen, dass das Urteil über ihn nicht milder ausfallen wird. Auch ihm droht wahrscheinlich eine Sicherungsverwahrung. Er war bereits als Jugendlicher wegen Vergewaltigung verurteilt worden.

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Die Verhandlung, in der das entschieden wird, beginnt laut Kruse wohl Ende Januar. Am 14. Februar läuft die Sechs-Monats-Frist ab, die mit der Untersuchungshaft beginnt. Wird die Frist überschritten, werden die Akten an das Oberlandesgericht Hamm geschickt. Das ist nicht vorgesehen. Kruse geht davon aus, dass die Verhandlung vor dem 14. Februar startet.

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