Verbotene Salutschüsse führen zu Polizeieinsatz

dzFriedrichsberg und Häupenweg

Schüsse haben zu zwei Einsätzen der Polizei geführt. Der gelang es nicht, den oder die Schützen zu finden. Sie geht von einer lautstarken, aber illegalen Art aus, eine Hochzeit zu feiern.

Bergkamen

, 14.10.2019, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schüsse, die am Sonntagnachmittag in Bergkamen zu hören waren, haben zu zwei Einsätzen der Polizei geführt. Den Beamten gelang es aber nicht, die Schützen zu finden.

Zunächst hatten Anwohner des Fiedrichsbergs am Sonntag gegen 15.50 Uhr die Polizei gerufen, weil sie Schüsse gehört hatten. Die vermutete, dass es sich um eine Art Salutschüsse anlässlich einer Hochzeit handelte, die jedoch verboten sind.

Als die Beamten vor Ort eintrafen und sich auf die Suche begaben, fanden sie jedoch niemanden mehr.

Hase- und Igel-Spiel mit der Polizei

Schon kurze Zeit später, gegen 16.10 Uhr meldeten sich Anwohner des Wellenbad-Parkplatzes am Häupenweg, die ebenfalls Schüsse gehört hatten. Der Polizeieinsatz entwickelte sich zu einer Art Hase- und Igel-Spiel. Als die Streifenbeamten am Wellenbad eintrafen war auch dort niemand mehr.

Diesmal gelang es der Polizei aber, die Spur der Hochzeitsgesellschaft aufzunehmen, in deren Umfeld es mutmaßlich zu den Schüssen kam.

Sie traf eine etwa 30 bis 40 Menschen große Gruppe an der Moschee an der Ernst-Schering-Straße an. Auch dort gelang es den Beamten aber trotz Zeugenbefragungen nicht, zu ermitteln, wer die Schüsse abgegeben hatte. Die Beamten machten der Hochzeitsgesellschaft daraufhin deutlich, dass solche Schüsse strafrechtlich verfolgt werden.

Salutschüsse sind verboten

Auch Polizeisprecherin Vera Howanietz sagte am Montag, dass nicht angemeldete Salutschüsse verboten sind – auch wenn sie aus Schreckschuss- oder Gaspistolen abgegeben werden. „Das ist genau so verboten wie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern außerhalb eines bestimmten Zeitraums zum Jahreswechsel“, sagte sie.

Wer nicht nur Böller verbotenerweise entzündet, sondern auch noch schießt, macht sich sogar in mehrfacher Hinsicht strafbar. Es sei verboten, solche Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen, sagte Howanietz. Außerdem ist für den Besitz ein sogenannter „kleiner Waffenschein“ erforderlich. Andernfalls geht es auch noch um einen Fall von illegalem Waffenbesitz.

Howanietz wies darauf hin, dass es vom NRW-Innenministerium die Anweisung an die Polizei gibt, solche Auswüchse von Feiern zu unterbinden. Dazu gehören auch Autocorsos mit hupenden Teilnehmern. Schlagzeilen machten Fälle, in denen Hochzeitsgesellschaften sogar den Verkehr auf der Autobahn gestoppt hatten. Dabei handelt es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

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