Urnenfelder auf Overberger Friedhof gefragt

Tag des Friedhofs

Der Förderverein des Overberger Friedhofs plant, den Friedhof attraktiver zu gestalten. Zum Tag des Friedhofs sammelten die Mitglieder neue Ideen.

29.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Urnenfelder auf Overberger Friedhof gefragt

Auch nach Gräbern auf dem erst im Sommer freigegebenen neuen Urnenfeld auf dem Overberger Friedhof besteht eine große Nachfrage. Milk © Stefan Milk

Obwohl es am Samstagmorgen noch ziemlich kühl war, nutzten freiwillige Helfer auf dem evangelischen Friedhof die Gelegenheit, auch während des Tag des Friedhofs in Overberge zu werkeln, Unkraut zu rupfen, Laub zu entfernen und die Gräber zu verschönern. Doch das ist nur ein Teil. Eine wichtige Frage, die die Mitglieder des Fördervereins bewegt: Was kann man tun, um den Friedhof attraktiver zu machen?

Neues Urnenfeld

„Man muss den Friedhof im Gesamten sehen“, sagt beispielsweise Sylvia Tomaszewski vom Förderverein, „damit der ganze Friedhof eine schöne Gestaltung hat.“ Deshalb sorgen die freiwilligen Helfer nicht nur dafür, dass die Gräber der eigenen Angehörigen nach dem langen, trockenen Sommer wieder auf Vordermann gebracht werden, sondern sie nehmen sich auch jenen Gräbern an, um die sich die Angehörigen nicht mehr so gut kümmern können. Helma Kleine-Weischede ist mit ihrer 23-jährigen Tochter als Helferin auf den Friedhof gekommen, obwohl die Gräber ihrer Verwandtschaft schon länger weg sind. „Es ist einfach eine schöne Gemeinschaft, dass alle etwas zusammen machen und es hilft auch, ein Stück die eigene Trauer besser zu bewältigen“, sagt die freiwillige Helferin. Damit die Helfer gut versorgt sind, gab es Schnittchen und Kuchen und Kaffee, um sich ein bisschen aufzuwärmen. Und nicht nur ältere Semester kamen zum Helfen, auch für Kinder konnte der Tag des Friedhofs Beschäftigung bieten. So konnten sie Kerzen bunt anmalen und auf die Gräber stellen.

Um den Friedhof auch weiterhin zu gestalten, planen der Förderverein, das Presbyterium und der Friedhofs-Ausschuss, nach der Eröffnung des neuen Urnenfeldes im Sommer, wieder etwas Neues, weil das letzte Urnenfeld schneller belegt war als zunächst gedacht. Und auch im neuen Urnenfeld ist schon ungefähr eine halbe Reihe besetzt. Das zeigt auch einen neuen Trend in der Bestattungskultur.

So sagt Sabine Borgschulte vom Förderverein: „Bestattungen haben sich verändert, weg von den großen hin zu kleinen pflegeleichten Gräbern.“ Das liegt nach ihrer Aussage daran, dass die Kinder nicht mehr unbedingt in der gleichen Stadt bleiben, wie die Eltern und daran, dass mit einer größeren Lebenserwartung auch die Leute, die sich um die Gräber kümmern, immer älter werden.

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