UKBS will in Bergkamen bauen – aber vorerst nicht auf dem Rünther Marktplatz

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Die UKBS hat ein neues Gelände für ihr Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Bergkamen gefunden. Das bedeutet aber auch, dass der Rünther Marktplatz wohl noch länger unbebaut bleibt.

Bergkamen

, 24.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Matthias Fischer, der Geschäftsführer der Unnaer Kreis- Bau- und Sieldungsgesellschaft (UKBS) hofft, dass die kommunale Wohnungsbaugesellschaft eine neue Fläche für ihr geplantes Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Bergkamen gefunden hat. Die Verhandlungen sind offenbar so konkret, dass Fischer von einem möglichen Baubeginn Ende des kommenden Jahres ausgeht.

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Die Fläche ist offenbar so groß, dass sie noch mehr hergibt als nur Platz für das Mehrgenerationen-Projekt. „Bei dem Projekt würden etwa 20 bis 30 Wohnungen entstehen. Dort hätten wir zusätzlich noch einige Möglichkeiten mehr“, sagte der UKBS-Geschäftsführer.

Bebauung des Rünther Marktplatzes auf Jahre zurückgestellt

Um welche Fläche es sich dabei genau handelt, wollte Fischer aber noch nicht sagen. „Die Verträge sind schließlich noch nicht unter Dach und Fach“, beschied er entsprechende Nachfragen.

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Wenn die UKBS dort ein so großes Projekt verwirklicht, bedeutet das jedoch, dass die kommunale Baugesellschaft vorerst kein Interesse hat, den Rünther Marktplatz zu bebauen. Fischer wollte das zwar nicht ein für alle Mal ausschließen – aber zumindest für die nächsten Jahre. Die UKBS sei kein so großes Unternehmen und sie habe auch in anderen Kommunen im Kreis Projekte, erklärte er – ein weiteres großes Projekt in Bergkamen könne die Gesellschaft in nächster Zeit nicht auch noch stemmen.

Ursprünglich hatte die UKBS das Mehrgenerationen-Projekt am Kiwitt geplant. Jetzt hat die Gesellschaft eine andere Fläche dafür ins Auge gefasst.

Ursprünglich hatte die UKBS das Mehrgenerationen-Projekt am Kiwitt geplant. Jetzt hat die Gesellschaft eine andere Fläche dafür ins Auge gefasst. © Marcel Drawe

UKBS ist an mehreren Stellen in der Stadt engagiert

In Bergkamen ist die Gesellschaft in der Tat zurzeit an mehreren Stellen engagiert. Sie baut das Wohn- und Geschäftshaus „Stadtfenster“ gegenüber vom Rathaus, den Awo-Kindergarten an der Berliner Straße und bald wohl auch das Mehrgenerationen-Projekt.

Dabei hatten viele Menschen in Rünthe gehofft, dass sich endlich jemand des desolaten ehemaligen Rünther Marktplatzes annimmt. Fischer hatte auch eine Bebauung für möglich gehalten. Für das Mehrgenerationen-Projekt wäre die Fläche aber wohl zu klein. Die UKBS hatte stattdessen über barrierefreie Senioren-Wohnungen nachgedacht.

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Die Bebauung wäre jedoch mit erheblichen Vorleistungen verbunden. Die UKBS müsste das Grundstück von der Viva West kaufen und sanieren. Unter einem Teil befindet sich eine ehemalige Hausmülldeponie.

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt sollte ursprünglich auf einer Grünfläche im Kiwitt entstehen. Nach erheblichen Protesten der Anwohner will die UKBS dort aber nicht mehr bauen.

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