Üble Nachrede und Einbruch: Friseur sieht sich in seiner Existenz bedroht

dzFriseursalon Tasucu

Glaubt man dem Friseur Suayip Celik, dann gibt es jemanden, der ihm mit Methoden schaden will, die an die Mafia erinnern. Dazu gehören üble Gerüchte und ein Einbruch mit besonderer Beute.

Bergkamen

, 14.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Suayip Celik arbeitet schon seit 14 Jahren im Friseursalon „Tasucu“ an der Jahnstraße in Oberaden, aber solche Zeiten hat er noch nicht erlebt. Das liegt nicht so sehr an der Corona-Pandemie, sondern an geradezu bösartigen Gerüchten, gegen die sich der Geschäftsführer des Salons wehren muss.

Immer wieder kommen Kunden ins Geschäft und bringen die neuesten Gerüchte mit, die in Oberaden die Runde machen, berichtet er. Beim Lockdown während der Corona-Pandemie sah er sich immer wieder mit dem Gerücht konfrontiert, er umgehe die Bestimmungen und schneide Kunden illegal doch die Haare.

Renovierung im Lockdown, statt Haare zu schneiden

„Dabei haben wir die Zeit genutzt, um den Salon gründlich zu renovieren“, sagt Celik. Haare schneiden auf der Baustelle wäre noch nicht einmal möglich gewesen, wenn er es gewollt hätte. In Wahrheit habe er wegen der Renovierungsarbeiten erst zwei Wochen nach allen anderen Friseursalons im Ortsteil Termine angenommen.

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Jetzt macht in Oberaden ein neues Gerücht die Runde. Angeblich will Celik die beiden Salons in Oberaden und an der Schulstraße in Weddinghofen demnächst schließen. „Ich hatte hier schon Kunden, die gesagt haben, sie wollten sich hier noch mal die Haare schneiden lassen, weil wir doch bald zumachen“, berichtet er. Er habe den Kunden versichert, dass das nicht stimmt – aber das Gerücht halte sich dennoch hartnäckig.

Einbruch, bei dem die Haarschneidemaschinen gestohlen wurden

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass ihm jemand konkret schaden will. Er bringt damit auch einen Einbruch in den Friseursalon in Zusammenhang, zu dem es um Weihnachten im vergangenen Jahr kam.

Die Einbrecher hätten ausschließlich die Haarschneidemaschinen gestohlen, berichtet er. Celik geht davon aus, dass die Einbrecher seinen Salon für einige Tage lahmlegen wollten. Es ist ihnen nicht gelungen. Der Geschäftsführer konnte sofort neue Maschinen im Friseurbedarf beschaffen und weitermachen.

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Ein Versuch, Anzeige wegen übler Nachrede bei der Polizei zu stellen, scheiterte nach Celiks Angaben. Auf der Polizeiwache in Kamen hätten ihm die Beamten gesagt, ohne konkreten Verdacht könnten sie kaum etwas ermitteln.

Der Friseur ist sich sicher, dass möglicherweise jemand hinter den Gerüchten steckt, der ihn als Konkurrenten ausschalten will. Ob er einen konkreten Verdacht hat, will er nicht sagen. „Ich habe keine Beweise und ohne solche Beweise will ich niemanden öffentlich beschuldigen.“

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