Trotz Pfarrfest-Ausfall bekommt die Gemeinde Wein

dzHerz Jesu Rünthe

Wenn es um Wein geht, dann fragen die Mitglieder der Herz-Jesu-Gemeinde ihren Sommelier. Denn Herbert Richter kennt sich mit den edlen Tropfen bestens aus.

von Niklas Mallitzky

Rünthe

, 21.10.2018, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch ein Gläschen Wein gefällig? Die katholische Herz-Jesu-Gemeinde in Rünthe frönt am Samstag einer jahrtausendealten christlichen Tradition – dem Genuss von Wein. Herbert Richter ist der Herr über die Weine, drei weiße und drei rote Sorten hat er für den Abend ausgewählt.

Das traditionelle Pfarrfest der Gemeinde konnte in diesem Jahr nicht stattfinden. Aber so ganz ohne einen besonderen Abend wollte Claudia Rose, Mitglied des Runden Tisches der Gemeinde, das Jahr nicht beenden. „Also haben wir einen der beliebtesten Stände des Festes quasi heute Abend hier aufgebaut“, berichtet Rose.

Denn für viele Besucher ist der Weinstand von Herbert Richter ein echter Geheimtipp in Sachen Weinkauf. Rund 35 Jahre lang betreibt er den Stand bei den Pfarrfesten, mit seiner Auswahl habe er bisher immer den Geschmack der Gemeinde getroffen, berichtet Erika Juhre. „Da hört man nur positive Rückmeldungen.“

Wieso er sich so gut mit Wein auskennt? „Na weil ich gerne trinke!“, scherzt der Rentner. Tatsächlich würde ihm Wein einfach viel besser schmecken als Bier, verrät Richter. „Das war schon in jungen Jahren so.“

Trotz Pfarrfest-Ausfall bekommt die Gemeinde Wein

Der Wein schmeckt und die Geselligkeit kommt bei dem Fest auch nicht zu kurz. Drawe © Marcel Drawe

Kontakte an die Nahe

Vor rund 40 Jahren machte der damals 38-Jährige Urlaub an der Nahe, ein Nebenarm des Rheins. „Dort habe ich Hans Crasius kennengelernt.“ Crasius war der Winzer des Weingutes „Dr. Crasius“, das heute sein Sohn Peter Crasius führt. „Aus dem Kontakt ist eine gewisse Freundschaft entstanden, ich besuche auch heute noch mehrmals im Jahr das Weingut und decke mich mit Nachschub ein.“

Natürlich könnte er die Weine auch über den Versandhandel bestellen, erklärt Richter. Das habe für ihn aber nicht den gleichen Charme. „Ich fahre gerne an die Nahe und eine Weinprobe am Weingut ist auch viel schöner als daheim.“

In diesen speziellen Genuss kommen die rund 40 Gäste an diesem Abend zwar nicht, der Wein schmeckt aber trotzdem. Natürlich stammen nicht alle Weine nur von einem Weingut, der Favorit von Volkert Kutzka ist ein Rotwein und stammt aus dem niederrehinischen Pfaffenstein. „Der ist ein bisschen lieblicher als die übrigen Weine“, meint Kutzka, „da bekomme ich kein Sodbrennen von.“

Marlene Silippone ist ganz begeistert vom Crusius Riesling, der ist allerdings trocken. „Den trinke ich auf dem Pfarrfest auch sehr gerne.“ Mehr als 30 Flaschen hat Richter mitgebracht, trotzdem glaubt er, später noch Nachschub holen zu müssen. „Der trockene Rote ist heute besonders beliebt.“

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