Transporter in Bergkamen aufgebrochen: Wertgegenstände gehören nicht ins Auto

dzWerkzeug-Diebe in Bergkamen

Firmen-Transporter locken Diebe an. In Bergkamen brachen Unbekannte jetzt einen Wagen auf und stahlen Werkzeug. So etwas kann jedem Autobesitzer passieren – wenn er nicht aufpasst.

Bergkamen

, 22.07.2019, 13:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man sieht sie überall: Transporter von Firmen, auf denen in großer Schrift steht, was das jeweilige Unternehmen anbietet. Ob Maler, Sanitärbetrieb oder Dachdecker – die Autos sind das Aushängeschild der Dienstleister. Sie wollen neue Kunden anlocken – doch gleichzeitig verführen sie mit der Werbung Diebe. Denn bei diesen „typischen Handwerksfahrzeugen“, wie Vera Howanietz, Sprecherin der Kreispolizei Unna, sie nennt, weiß man, dass sie ausgerüstet sind.

Das wurde am Wochenende einem Unternehmen in Bergkamen zum Verhängnis. Zwischen Samstagmittag und Sonntagmorgen haben Unbekannte die Heckscheibe eines weißen Ford Transits eingeschlagen und mehrere Werkzeugmaschinen entwendet, wie die Polizei meldet. Das Auto war demnach an der Straße Am Kiwitt abgestellt.

Auto nicht auf der Straße abstellen, sondern in einer Halle

Ein beladenes Auto einfach irgendwo abzustellen, ist keine gute Idee, warnt Howanietz. Wenn nicht die Möglichkeit bestehe, das Auto in den Ferien oder am Wochenende in einer Garage oder einer Halle abzustellen, soll man es vorher ausräumen. „Häufig nehmen auch Mitarbeiter die Autos übers Wochenende mit und stellen es dann an der Straße ab“, sagt Howanietz. Das sei sehr unsicher. In Bergkamen wurde das kürzlich erst einer Firma zum Verhängnis. Doch laut Howanietz häuften sich im Kreis Unna solche Vorfälle in letzter Zeit und im Märkischen Kreis wurden jüngst Wiederholungstäter gefasst.

Polizei rät, Wertgegenstände nicht im Auto zu lassen – auch nicht unterm Sitz

„Ein Fahrzeug ist kein Tresor“, so Howanietz. Das trifft nicht nur auf Firmenwagen, sondern auch private Autos zu.

Werkzeug-Diebe in Bergkamen

Polizei sucht Täter

Wer hat Verdächtiges bemerkt? Hinweise zu dem Vorfall Am Kiwitt, wo die Heckscheibe eines weißen Ford Transit eingeschlagen und Werkzeuge daraus entwendet wurden, nimmt die Polizei in Bergkamen unter Tel. (02307) 921 7320 oder 921 0 entgegen.

Und auch unter dem Fahrersitz oder im Kofferraum seien Wertgegenstände nicht sicher, so Howanietz. Bevor man aussteigt, soll man sich fragen, „was habe ich dabei?“ Beim Friedhofsbesuch gehört die Handtasche nicht ins Auto, sondern an den Mann bzw. an die Frau am besten macht man sich schon zu Hause Gedanken darüber, was man überhaupt braucht, rät Howanietz. Sollte es dann doch zum Diebstahl kommen, sei das eine Frage der Versicherung.

Kfz-Versicherung kommt nur für fest verbaute Fahrzeugteile auf

Und für die kann es dann doch entscheidend sein, ob eine Handtasche gut sichtbar auf dem Beifahrersitz liegt oder im Kofferraum verstaut ist. Denn ein Diebstahl aus dem Auto ist nur durch die Kfz-Versicherung abgedeckt, wenn es sich bei dem entwendeten Gegenstand um ein fest verbautes Fahrzeugteil handelt – also zum Beispiel das Radio. Wie die AllSecur Direktversicherung, ein Unternehmen der Allianz-Versicherung, ihren Kunden erklärt, kann die Versicherung die Schadensregulierung ablehnen, wenn Handy, Geldbeutel und Kamera gut sichtbar im Auto liegen. Doch auch die Versicherung sagt ausdrücklich: „Wertsachen und teure Geräte sollten grundsätzlich nicht im Auto gelassen werden.“ Werden Gegenstände wie Handys, Navis oder Geldbeutel dann doch im Auto vergessen und geklaut, sollte man sich an seine Hausratversicherung wenden.

Am Beispiel der Handwerker und dem jüngsten Fall in Bergkamen wird deutlich, dass man den Rat von Polizeisprecherin VeraHowanietz befolgen sollte. Obwohl die Werkzeuge in den Transportern vielleicht nicht sichtbar und gut im Inneren verstaut sind, versuchen die Diebe ihr Glück. Und das kann auch bei jedem privaten PKW passieren. Deshalb sollte man immer auf Nummer sicher gehen.

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