Tönnies-Coronafälle: „Weitgehend Entwarnung“ für den Kreis Unna

Pandemie

Es ist ein bislang unbekannter Tönnies-Mitarbeiter aufgetaucht, der im Kreis Unna wohnt. Dennoch sieht das Kreisgesundheitsamt die Auswirkungen des Ausbruchs in der Fleischfabrik unter Kontrolle.

Unna

, 29.06.2020, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreisgesundheitsamt in Unna.

Das Kreisgesundheitsamt in Unna. © Carsten Fischer

Krisenstab-Leiter Uwe Hasche hat die Mitarbeiterlisten der Fleischfabrik Tönnies bereits früher mit „Kraut und Rüben“ verglichen. Es war schwer, den Überblick zu bekommen, wie viele Beschäftigte des Zerlegebetriebs aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Unna wohnen. Nun ist ein weiterer Mitarbeiter aufgetaucht.

Statt wie bisher bekannt 33 Mitarbeiter sind 34 Tönnies-Beschäftigte im Kreis Unna zu Hause. „Das ist der derzeitige Stand nach Auswertung der Mitarbeiterlisten des Unternehmens“, teilte das Kreisgesundheitsamt am Montag mit. Der zusätzliche Mitarbeiter ist in Werne gemeldet. Damit verteilen sich die Tönnies-Beschäftigten nun wie folgt auf alle Kommunen außer Holzwickede und Schwerte: Bergkamen (13), Bönen (1), Fröndenberg (1), Kamen (4), Lünen (4), Selm (2), Unna (3), Werne (6).

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Von den nun 34 bekannten Mitarbeitern im Kreis Unna sind unverändert acht nachweislich mit dem Coronavirus infiziert: sechs in Bergkamen und jeweils einer in Kamen und in Lünen. Diese Tönnies-Mitarbeiter haben wiederum 16 Familienmitglieder angesteckt: 11 in Bergkamen, drei in Lünen und zwei in Kamen. Darunter ist auch ein Bergkamener Gesamtschüler. Das Gesundheitsamt sieht die Ausläufer der Tönnies-Masseninfektionen offenbar unter Kontrolle und fasst die Entwicklung so zusammen: „Weitgehend Entwarnung im Kreis“.

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Das Kreisgesundheitsamt weiß aufgrund von Tests in Gütersloh, welche Tönnies-Mitarbeiter positiv getestet wurden. Der Behörde liegen sowohl die Listen der positiv getesteten Personen als auch die derjenigen vor, die negativ getestet wurden. „Bei letzteren waren und sind keine weiteren Tests vorgesehen, sie stehen allerdings unter Quarantäne“, so das Amt.

Seit dem Beginn der Pandemie haben sich 764 Menschen im Kreis Unna mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Seit Freitag kamen sieben Fälle hinzu, davon sechs am Samstag (drei in Lünen, zwei in Bergkamen, einer in Bönen) und einer am Montag in Lünen. 663 Menschen gelten wieder als gesund. 39 sind gestorben. Der Tod einer 62 Jahre alten Holzwickederin wurde am Montag gemeldet. Aktuell sind noch 62 Menschen im Kreis Unna nachweislich infiziert.

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