Szenenapplaus für die Florian-Lohoff-Band

dzGrand Jam

Als ein wahrer Glücksgriff erwies sich am Mittwochabend beim Grand-Jam die Verpflichtung der „Florian Lohoff Band“. Die Musiker waren kurzfristig eingesprungen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 08.11.2018, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn es war noch nicht so lange her, da stand Grand-Jam-Organisator Tommy Schneller noch vor einem riesigen Problem, als der eigentlich für diesen Abend verpflichtete Will Jacobs aus den USA krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste. „Woher nun adäquaten Ersatz finden, ohne die qualitätsgewohnten Bergkamener Blues-Fans zu verprellen“, fragte sich Grand-Jam-Mentor Tommy Schneller ziemlich ratlos. Doch zum Glück erinnerte er sich dann schnell an die drei Mannen der Florian-Lohoff-Band, die bei der diesjährigen Blues-Challenge auf dem Marktplatz von Eutin nicht nur bei ihm, sondern auch bei den vielen Blues-Enthusiasten einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten.

Ein Anruf bei der Band in Berlin und die prompte Zusage sorgten für sofortige Entspannung bei Tommy Schneller. Als die Band aber staubedingt mit 80 Stundenkilometern über die A2 nach Bergkamen zuckeln mussten, gab es noch mal ungeplanten Nervenkitzel.

Viel Groove und Funk

Große Erleichterung, als dann punkt acht Uhr abends Tommy Schneller auf der Bühne des fast vollbesetzten „Thorheim“ stand und unter großem Beifall der Zuhörerschar endlich die drei Musiker der Florian-Lohoff-Band ansagen durfte.

Diese fackelten auch nicht lange und legten mit reichlich Groove und Funk gleich richtig los. Nicht wenige der Songs stammten von dem ersten gemeinsamen Album „Tangled Up in Blue“, so manch ein neues Stück, das an diesem Abend gespielt wurde, dürfte auch auf der nächsten CD zu finden sein, die in wenigen Monaten auf den Musik-Markt kommen wird, versprach Lohoff, der die meisten Stücke auch selbst geschrieben hat.

Inspiriert wurde Florian Lohoff bereits in frühen Jahren von den satten Akkorden Led Zeppelins, von B. B. King und den Allman-Brothers – und er hat mit den musikalischen Einflüssen des „lefthand Rockmusikers“ Doyle Bramhall aber auch seinen eigenen Stil aus Soul, Funk, Blues, Rock und Shuffle entwickelt. Auch bei seinen Song-Themen bleibt Florian Lohoff durchweg authentisch. „Es sind keine ausgedachten Texte, sondern haben allesamt auto-biographische Bezüge“, versicherte Songwriter Lohoff.

Mit viel Empathie, Leidenschaft und funkigen Soli sorgten Florian Lohoff an der Leadgitarre mit klaren Riffs und faszinierendem Fingerpicking, Arne Horstmann am stoisch-pulsierenden Bass und Marius Gebhardt an den harten Drums bei diesem Grand-Jam-Abend zudem regelmäßig für spontanen „Szenenapplaus“ des begeisterten Publikums.

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