Streit zwischen Schwestern eskaliert und mündet in Widerstandes gegen Polizisten

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein heftiger Streit zwischen zwei Schwestern rief in einer Wohnung in Bergkamen die Polizei auf den Plan. Dass die Beamten nicht willkommen waren, bekamen sie schnell zu spüren. Eine der Schwestern wurde im Amtsgericht Kamen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.

Am Nachmittag des 27. Januar gerieten die beiden Frauen in der gemeinsamen Wohnung aneinander. Dabei soll die Angeklagte auch ein Messer auf ihre Schwester gerichtet haben. Mutmaßlich Nachbarn hatten schließlich die Polizei gerufen. Die Schwester der Angeklagten habe den Beamten mit den Worten, was sie denn hier wollten, den Zutritt zur Wohnung verweigert, berichtete ein Polizist im Zeugenstand. Die Beamten seien beharrlich geblieben, hätten sich davon überzeugen müssen, dass es allen Personen in der Wohnung gut ginge.

„Es war schon eine sehr aggressive Grundstimmung gegen uns. Ablehnung“, so der Polizist. Nachdem sie auch die Angeklagte gesehen hatten, seien die Beamten wieder aus der Wohnung gegangen. Kaum draußen, habe das Geschrei erneut angefangen. Daraufhin wollten die Polizisten die Angeklagte der Wohnung verweisen. Die 24-Jährige habe sich jedoch geweigert, ihren Haustürschlüssel abzugeben. Sie habe ihn ganz fest in ihrer Faust gehalten. Die Beamten hätten die Frau daraufhin auf dem Bett fixiert. Es sein „schon ordentliche Gewalt“ nötig gewesen, um an den Schlüssel zu gelangen. Dann habe er die Angeklagte förmlich aus der Wohnung schieben müssen, erklärte der Zeuge.

Die Angeklagte gab die Widerstandshandlung zu. Sie habe den Schlüssel nicht freiwillig herausgeben wollen. „Ein Fehler“, wie die 24-Jährige einräumte. Eine Polizistin hätte sich auf ihre Hand gekniet und gefragt, ob sie auf Schmerzen stehe. Das habe die Angeklagte bejaht, woraufhin die Beamtin noch fester gedrückt habe. „Das war keine leichte Gewalt, das war extrem“, gab die Bergkamenerin an. Der Richter sprach in seiner Urteilsbegründung gegen die nicht vorbestrafte Frau von einer „völlig unnötigen Handlung“. Das sah die Angeklagte ein. Sie akzeptierte die Entscheidung sofort. Rechtskräftig ist das Urteil aber dennoch nicht, das es sich bei der Vertreterin der Staatsanwaltschaft um eine Referendarin handelte.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Spielplatzfest in Bergkamen

Letztes Spielplatzfest in diesem Jahr: Für eine Sache standen die Kinder sogar Schlange

Hellweger Anzeiger Mit Anleitung

Ansteckendes Stein-Fieber: „Pottsteine“ gibt es jetzt endlich auch in Bergkamen und Kamen

Hellweger Anzeiger Haushaltsplanung

Der Kämmerer will den nächsten Doppelhaushalt ohne Steuererhöhungen stemmen

Meistgelesen