Straßengegner empört: Protestplakat gegen die L 821n auf Privatgrund beschmiert

dzStreit um Straße

Lucie Kleinstäuber von der Initiative „L 821n – Nein!“ ist empört: Unbekannte haben ein Plakat beschmiert, das in der Nähe der geplanten L 821n-Trasse steht. Anzeige will sie trotzdem nicht erstatten.

Bergkamen

, 30.12.2019, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als Lucie Kleinstäuber nach Weihnachten einen Blick auf ein Protestplakat warf, das sie gestaltet hat, war sie entsetzt: Unbekannte, denen der Protest gegen die L 821n nicht passt, haben es beschmiert. Eigentlich macht das 1,60 mal zwei Meter große Plakat darauf aufmerksam, dass der Fußweg zwischen Oberaden und dem Parkfriedhof durch die L 821n abgeschnitten wird.

Das Schild steht auf Privatgrund, auf einem Acker, der dem Bergkamener Landwirt Friedrich Ostendorff gehört. Die Unbekannten übermalten den Protest gegen die Straße und fügten die Parole „Ja zur L-821“ hinzu. Für das „n“ war wahrscheinlich kein Platz mehr.

„Es ist sehr schade, dass manche Menschen offenbar keine andere Meinung gelten lassen können“, sagt Kleinstäuber. Sie betont, dass sich das Plakat gegen die Politik richtet und versucht, Missstände anzuprangern. Es sei nicht gegen die Befürworter der L 821n gerichtet. Mit einer Politik, die Menschen entzweit, sei niemandem geholfen.

Die Straßengegnerin will in den nächsten Tagen prüfen, ob sich das Schild von der Farbe reinigen lässt. Auch wenn das nicht geht, will sie es nach eigener Aussage stehen lassen. „Ich finde, es spricht für sich, so wie es ist“, sagt sie.

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