Störche sind zurück in Heil, aber an einem anderen Ort als bisher

dzBrutpaar

Die Störche, die in den vergangenen Jahren einen Bogen um Heil gemacht haben, sind zurück. Sie sind jedoch nicht dorthin zurückgekehrt, wo sie schon einmal genistet haben.

Bergkamen

, 29.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mitarbeiter der Biologischen Station in Heil sind froh, dass die Störche zurück sind in dem ländlichen Teil Bergkamens an der Lippe. Wie Biologin Kerstin Conrad berichtet, hat sich wahrscheinlich ein Brutpaar im Naturschutzgebiet im Bereich Heil niedergelassen. Die Biologen hoffen, dass sie jetzt auch beginnen zu brüten und es bald die ersten in Bergkamen geborenen Störche gibt, die es auch schaffen flügge zu werden.

Das Storchenpaar hat sich jedoch nicht auf dem Schlauchturm des ehemaligen Spritzenhauses in Heil niedergelassen, wo ein Storchenpaar es einige Jahre hintereinander versucht hatte, Junge auszubrüten und großzuziehen.

Neuer Platz abseits der Häuser im Ortsteil

Die Störche jetzt haben sich einen anderen Platz ausgesucht, den Conrad aber nicht genau verraten will. Sie möchte, dass die Vögel möglichst ungestört der Brut und der Aufzucht ihrer Jungen nachgehen können. Die Biologische Station hatte auch an anderen Stellen in der Lippeaue Nisthilfen aufgestellt, um den Störchen den Bau eines Horstes zu erleichtern.

Angenommen hatten sie das Angebot zunächst an einer Stelle, an der sie den Menschen recht nahe sind: Sie hatten sich ihren Horst auf dem Schlauchturm des historischen Spritzenhauses gebaut, inmitten der Heiler Bauernhöfe an der Dorfstraße.

Jetzt lesen

Die Brutversuche des wahrscheinlich noch sehr jungen und unerfahrenen Storchenpaares hatten aber unter keinem guten Stern gestanden. Im ersten Jahr waren sie spät mit der Brut an der Reihe. Ein unerwarteter Kälteeinbruch Anfang Juli mit Regen kostete die Jungen das Leben. Sie waren noch nicht alt genug und noch nicht flügge.

Schlauchturm nicht wieder besiedelt

Im Jahr danach hatten die Störche wieder zwei Junge. Das eine starb, als es noch sehr jung war. Bei dem anderen schien die Aufzucht zu gelingen. Als fremde Störche versuchten, das Nest zu besetzen, konnte das Storchenpaar den Angriff zwar abwehren. Der Jungstorch fiel jedoch aus dem Nest und überlebte wieder nicht.

Jetzt lesen

Experten waren davon ausgegangen, dass das Storchenpaar trotzdem in den angestammten Horst zurückkehrt und erneut versucht, zu brüten und die Jungstörche groß zu ziehen. Im vergangenen Jahr aber blieben die Störche weg.

Conrad geht deshalb auch davon aus, dass es sich bei dem neuen Paar um andere Störche handelt als die, die sich auf dem Schlauchturm niedergelassen hatten. Dass Störche durchaus Junge an der Lippe aufziehen können, demonstriert schon seit Jahren ein Paar, das bei Werne-Stockum brütet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Veranstaltungsort
Bei der Sanierung des studio theaters gibt es die Wahl zwischen Pflicht und Kür
Hellweger Anzeiger Kirche online
Gestreamte Messen wecken bei den Bergkamener Katholiken Lust auf Facebook und Co.