„Stattküche“ produziert in Rünthe 3500 Mahlzeiten am Tag

dzNeue Niederlassung

Bis zu 10.000 Mahlzeiten können in dem Hallenneubau im Rünther Gewerbegebiet an der Industriestraße gekocht werden – pro Tag. Ganz so viel sind es aber noch nicht.

Rünthe

, 30.10.2018, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aber die neue Niederlassung des Catering-Unternehmens „Stattküche“ an der Lise-Meitner-Straße hat ihren Betrieb auch erst vor wenigen Wochen aufgenommen. „Derzeit produzieren wir etwa 3500 Mahlzeiten pro Tag“, sagt Nikolas Kamenz, der die „Stattküche Bergkamen“ leitet. Die GmbH beliefert Schule und Kindergärten. Und zumindest in zwei Fällen haben es die Fahrer von dem neuen Standort nicht allzu weit. Nach Angaben von Kamenz kommen die Mahlzeiten für die Schüler der Regenbogenschule in Rünthe und der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Heil von der „Stattküche“.

Das allerdings war nicht der Grund, sich in Bergkamen anzusiedeln. Sondern vor allem die zentrale Lage in der Nähe der A1 und der A2. Die „Stattküche“ liefert ihr Essen immerhin in einem Radius von etwa 200 Kilometern aus. „In der Produktion arbeiten derzeit 20 Mitarbeiter, dazu kommen 15 Fahrer“, sagt Kamenz. Da die Stattküche die Zahl der Mahlzeiten noch erhöhen will, seien auf Dauer noch weitere Neueinstellungen geplant.

Um das Essen über einen längeren Transport-Weg haltbar zu machen, wendet die „Stattküche“ das „Cook and Chill“-Verfahren an. Die Mahlzeiten werden zunächst gegart und dann innerhalb von 90 Minuten auf eine Temperatur von drei Grad abgekühlt. Unmittelbar vor dem Verzehr werden sie dann wieder mit Dampf erwärmt. „Das machen allerdings in der Regel nur Schulen“, erläutert Kamenz. Den Kindergärten fehlten meist die notwendige Ausstattung.

Deshalb versorgt die „Stattküche“ die kleineren Kindern in der Regel mit klassischen Fertigmahlzeiten. Der Lieferradius dafür reduziert sich auf 80 Kilometer. „Zwischen der Produktion und dem Verzehr dürfen maximal drei Stunden vergehen“, sagt Kamenz. Auch sonst sind die Hygiene-Anforderungen hoch. Den eigentlichen Produktionsbereich zum Beispiel darf kein Betriebsfremder betreten. Das Hauptgeschäft der Stattküche spielt sich morgens und vormittags ab, die Mitarbeiter müssen deshalb früh aufstehen. „Die ersten fangen um vier Uhr in der Früh an“, sagt der Geschäftsführer.

Die Bauarbeiten für die Niederlassung in Rünthe haben bereits Anfang 2016 begonnen. „Das hat etwas länger gedauert, weil wir alles selbst geplant haben“, sagt Kamenz. Dabei seien Erfahrungen aus anderen Produktionsstätten eingeflossen. Die Stattküche produziert ihre Mahlzeiten derzeit auch noch in Münster und in Lippstadt. Und in Münster steht auch die Zentrale des Unternehmens, das seit 35 Jahren im Catering-Geschäft ist. Die „Stattküche“ ist ein echtes Familienunternehmen. Nikolas Kamenz ist der Sohn des „Stattküchen“-Chefs Burkhard Kamenz. Auch andere Leitungspositionen besetzen nahe Verwandte, berichtet Kamenz Junior: „Die Idee zu dem Unternehmen hatte meine Mutter, als mein Bruder in den Kindergarten kam.“

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