Stadtteil erhält Spätjahresputz

Aktion „Sauberes Oberaden“

Plastiktüten auf den Gehwegen und Möbelstücke in versteckten Gräben: Rund 50 Freiwillige räumten am Samstagvormittag im Stadtteil Oberaden auf.

von Alexandra Prokofev

Bergkamen

, 08.10.2018, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtteil erhält Spätjahresputz

Rund 50 Freiwillige fanden sich am Samstag zur Aktion „Sauberes Oberaden“ ein und sammelten Unrat und Müll. © Borys Sarad

Aufgeteilt in die Bezirke durchsuchen die ehrenamtlichen Helfer Straßen, Wiesen und Gräben nach Müll. „Überraschend ist es immer, wenn der Plastikmüll ein paar Meter von der Mülltonne entfernt liegt“, sagt Rüdiger Weiß, Mitorganisator der Aktion „Sauberes Oberaden“.

Auch ein Fahrradskelett und Möbelstücke fanden die Helfer, versteckt in den Gräbern. „Da müssen die Leute bei Nacht und Nebel losgezogen sein um ihren Müll dort zu entsorgen“, berichtet Weiß. Dabei sei es weniger Aufwand, den Müll ordnungsgemäß abholen zu lassen.

„Teilweise mussten wir überlegen ob wir den Müll in den Anhänger werfen oder im Museum ausstellen“, scherzt Helfer Heinz-Georg Wessels, Vorsitzender der SuS Leichtathletik-Abteilung. Er und der Verein sind neue Helfer bei der Aktion.

Wir laufen viel durch die Gegend, bemerken den Müll und ärgern uns“, sagt er. Ärgern allein reiche aber nicht, man müsse auch etwas tun. Die Aktion sei eine Möglichkeit, sich in die Gesellschaft einzubringen.

„Am Müll kann man zuordnen, wo man gerade ist“, weiß Wessels. Am Friedhof liegen Kerzen, an Schulen Plastikflaschen und an den Gehwegen Zigarettenschachteln. Kritisch sehen die Helfer auch die Müllbeutel der Hundebesitzer. Diese liegen in der Umgebung zahlreich herum.

„Das Saubermachen ist schon Tradition geworden, wir haben die Aktion noch nie abgesagt“, berichtet Weiß. Im Vergleich zu den letzten Jahren sei der Müll dabei weniger geworden. Und vor allem – weniger belastend für die Umwelt.

„Große Umweltsünden, wie Altöl gab es dieses Jahr nicht“, bemerkt Weiß. Und auch Freiwillige für die Aktion zu finden sei nicht schwer. „Die Vereine und Helfer in Oberaden bringen sich gerne ein, da muss man gar nicht lange fragen“, weiß er.

Gegen Mittag treffen sich die erschöpften Helfer an der Realschule, um gemeinsam einen Teller warme Erbsensuppe zu genießen. „Dass so viele mit machen und ihren Samstagvormittag dafür opfern, dafür kann die Stadt Bergkamen wirklich dankbar sein“, freut sich Weiß zum Ende der Aktion.

Rund 50 Freiwillige fanden sich am Samstag zur Aktion „Sauberes Oberaden“ ein und sammelten Unrat und Müll.
Lesen Sie jetzt