Stadtrat beschließt den Verkauf von Schacht III

dzEigentümerwechsel zum 1. Januar

Der Stadtrat hat den Verkauf des Begegnungszentrum „Schacht III“ wie erwartet bestätigt. Der Versuch, die Entscheidung in letzter Minute zu vertagen, scheitert.

Rünthe

, 13.10.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Schacht III befindet sich ab dem 1. Januar nicht mehr im Eigentum der Stadt. Wie zu erwarten war hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den bereits notariell besiegelten Kaufvertrag bestätigt. Die Entscheidung, die mit großer Mehrheit gefallen sein soll, erfolgte in nichtöffentlicher Sitzung – so wie es die Gemeindeordnung in solchen Fällen vorschreibt.

Wenn es nach CDU und Grünen gegangen wäre, hätte der Stadtrat die Entscheidung aber noch vertagt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel stellte zu Beginn der Sitzung den Antrag, die Entscheidung von der Tagesordnung zu nehmen. Die SPD-Fraktion stimmte mit ihrer Mehrheit dagegen.

Bereits zu Beginn der Woche war es um den Verkauf der ehemaligen Waschkaue der Zeche Werne 3 zu erbitterten Wortgefechten im Stadtentwicklungsausschuss gekommen. Dabei ging es nicht um den Verkauf, den auch CDU und Grüne befürworten, sondern nur um den Zeitpunkt des Ratsbeschlusses. Die beiden Fraktionen wollten den Beschluss zurückstellen, um die Bürger über das Konzept für das Gebäude informieren zu können. Der neue Eigentümer und ein Pächter, der ein Studio für Fitness, Wellness und Reha einrichten wollen, hatten sich erst im Stadtentwicklungsausschuss öffentlich vorgestellt – und waren über die Diskussion sichtlich irritiert.

Bürgermeister Roland Schäfer zeigte sich erleichtert über den Ratsbeschluss. Der neue Eigentümer hatte darum gebeten, um schnell die Nutzungsänderung beantragen zu können und Aufträge für notwendige Arbeiten vergeben zu können. Ein Vertreter des neuen Eigentümers, der Rudimo AG aus Marl, und der Geschäftsführer der Fitness-Kette „Limitless“ hatten darauf hingewiesen, dass die Zeit für sie nicht reicht, wenn der Ratsbeschluss später fällt. Mirko Kinzel, der Geschäftsführer von Limitless hatte eine Eröffnung im Hochsommer als äußerst ungünstig bezeichnet. Bei hohen Temperaturen komme niemand. Er hatte darauf hingewisen, dass er Geräte bestellen und Personal einstellen muss – abgesehen von notwendigen Renovierungsmaßnahmen, die er in Auftrag geben muss.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Digitalisierung
(K)ein großer Wurf: Warum Schulen für die Digitalisierung einen langen Atem brauchen
Hellweger Anzeiger Ehemaliges „Nauticus“
Leerstände in der Marina: Ein Event-Gastronom interessiert sich für den Skipper-Treff
Meistgelesen