Stadtmarketing scheut erneutes Risiko auf dem Hafenplatz

dzKeine Strandbar

Die gastronomischen Betriebe am Hafenplatz in der Marina stehen schon lange leer. Trotzdem scheut das Stadtmarketing das Risiko, für zusätzliche Belebung zu den großen Veranstaltungen zu sorgen.

Bergkamen

, 11.10.2019, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bergkamener Stadtmarketing unternimmt wahrscheinlich auch im kommenden Jahr keinen zusätzlichen Versuch, den zentralen Hafenplatz an der Marina zu beleben. An dem Platz gibt es schon seit einiger zeit kein gastronomisches Angebot mehr, seit das Restaurant „Gate to Asia“ und einige Zeit später auch das Hotel und Restaurant „Neumanns Nauticus“ die Türen schlossen.

Strandbar scheiterte 2016 und 2017

In zwei aufeinander folgenden Jahren – 2016 und 2017 – hatte die Stadt versucht, den Platz mithilfe einer Strandbar zu beleben. Beide Versuche fielen ins Wasser, was nach den heißen Sommern 2018 und 2019 kaum noch zu glauben ist. In beiden Jahren gab es so viele Regentage im Sommer, dass das Geschäft weder für die ersten Betreiber aus Dorsten noch für den Bergkamener Mario Kube im zweiten Jahr richtig in Gang kam. Kube betreibt seit einiger Zeit die Cocktailbar „Liquid Liberty“ an der Marina.

Nur noch Hafenfest und „Weingenuss am Wasser“

Das Stadtmarketing scheut nach den beiden ersten Erfahrungen das Risiko, noch einen dritten Versuch zu starten. „Wir werden uns auf unsere regelmäßigen Veranstaltungen beschränken, das Hafenfest und den Weingenuss am Wasser“, sagte Thomas Hartl, der Leiter „Innere Verwaltung“ bei der Stadt Bergkamen.

Der Stadt bleibt nur zu hoffen, dass es dem Eigentümer der beiden leer stehenden gastronomischen Betriebe gelingt, neue Pächter zu finden. Zumindest beim ehemaligen „Gate to Asia“ hat der Eigentümer, die Beta Eigenheim, Konsequenzen aus dem langen Leerstand angekündigt. Das Lokal ist offenbar zu groß, um neue Interessenten zu finden. Beta will die Fläche aufteilen und die kleineren Flächen dann getrennt voneinander vermarkten, wie ein Unternehmenssprecher vor einigen Wochen angekündigt hatte.

Vermieter will Flächen aufteilen

Das Unternehmen kann sich sogar vorstellen, nicht mehr die gesamte Fläche an gastronomische Betriebe zu verpachten, sondern auch Pächter aus dem gewerblichen Bereich zu suchen, die gerne an die Marina ziehen wollen. Als äußerst schwierig hat es sich bisher auch erwiesen, einen neuen Pächter für das Hotel und Restaurant zu finden. Für die Hotelketten ist es offenbar uninteressant, weil es nur über 13 Zimmer verfügt und damit zu klein ist. Es eignet sich wohl eher für einen Familienbetrieb, aber offenbar scheuen viele das Risiko.

Um das „Gate to Asia“ zumindest etwas zu beleben, stellte es das Unternehmen schon für Ausstellungen und ein Konzert zur Verfügung.

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