Stadtbesetzer beraten über die nächste Kunstaktion

dzTreffen in Bergkamen

Die Chancen stehen gut, dass es auch im kommenden Jahr wieder eine ungewöhnliche Kunst-Aktion im öffentlichen Raum gibt. Die ersten Weichen dafür werden in der kommenden Woche gestellt.

Bergkamen

, 26.10.2018, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die städtische Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel trifft sich am Dienstag, 30. Oktober, mit den anderen „Stadtbesetzern“ im Stadtmuseum in Oberaden. Zu der Zusammenkunft kommen Vertreter, die sich – wie Bergkamen – in diesem Jahr an der Kunstaktion „Stadtbesetzung“ beteiligt hatten. Auf dem Kurt-Schumacher-Platz hatten die beiden Künstler Samuel Treindl aus Münster und David Rauer aus Osnabrück die Brunnenfiguren von Else Montag „Mutter mit Kind(ern)“ in eine „Soziale Skulptur“ verwandelt. Ähnliche Kunstaktionen gab es in elf anderen Kommunen, wo diverse Künstler den öffentlichen Raum mit ungewöhnlichen Methoden bespielten und auf diese Weise den Blick auf die Stadt verändern wollten. Das war bereits die dritte „Stadtbesetzung“ nach 2015 und 2017. Bei der Premiere gab es in Bergkamen öffentliche Tanzperformances mit dem brasilianischen Tänzer Daniel Medeiros. Im Frühjahr 2017 stand die zweite Bergkamener „Stadtbesetzung“ unter dem Motto „bodies in urban space“ („Körper im städtischen“), wobei gelenkige Freiwillige bei einem Stadtspaziergang rund um den Nordberg spektakuläre Körperskulpturen formten.

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Stadtbesetzung

In Bergkamen gab es bereits drei Kunstaktionen mit dem Titel "Stadtbesetzung"
26.10.2018
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Kurt Schumacher Platz© Borys Sarad
Kurt-Schumacher-Platz© Stefan Milk
Kurt-Schumacher-Platz© Stefan Milk
Kurt-Schumacher-Platz© Stefan Milk
Bodies in urban spaces© Stefan Milk
Bodies in urban spaces" © Stefan Milk
Bodies in urban spaces" © Stefan Milk
Bodies in urban spaces" © Stefan Milk
Tanz-Performance im Wasserpark © Stefan Milk
Tanz-Performance asuf dem Stadtmarkt© Borys Sarad
Tanz-Performance am Museum© Borys Sarad

Bei dem Treffen in der nächsten Wochen werden die Teilnehmer sicherlich zunächst einmal über die jüngsten „Stadtbesetzungen“ in ihren Kommunen berichten und Erfahrungen austauschen. Aber Schmidt-Apel ist sich ziemlich sicher, dass sie und ihre Kollegen auch schon mal Pläne für die Zukunft schmieden werden. Eine definitive Zusage für die vierte Stadtbesetzung gibt es zwar noch nicht. Doch das könnte sich bei der Zusammenkunft ändern: Schmidt-Apel erwartet auch Vertreter des Kultursekretariats NRW Gütersloh, das die Kunstaktionen in den vergangenen Jahren stets gefördert hat.

Die Entscheidung darüber, ob es das auch in Zukunft tun wird, fällt allerdings wohl erst im kommenden Jahr. „Es gibt einen Wechsel an der Spitze des Kultursekretariats“, sagt Schmidt-Apel. Die bisherige Geschäftsführerin Claudia Schwidrik-Grebe hört zum Jahresende auf, weil sie Sozialdezernentin der Stadt Marl wird, wo sie bis 2015 als Theaterleiterin tätig war. Die Nachfolgerin müsse sich erst einmal einarbeiten, meint Schmidt-Apel. Aber die „Stadtbesetzer“ können sie ja schon einmal mit den ersten Ideen konfrontieren, die sie bei dem Treffen im Museum entwickeln wollen. Denn Schmidt-Apel ist optimistisch, dass das Kultursekretariat auch unter neuer Leitung die Stadtbesetzung fördern wird: „Die Aktion ist einfach zu gut gelaufen, um sie nicht fortzusetzen.“

Hier findet sich eine Übersicht über die Stadtbesetzungen in den verschiedenen Städten

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