Stadt will neuen Jugendamtsleiter aus den eigenen Reihen rekrutieren

dzStellenbesetzung

Die Stadt braucht einen neuen Jugendamtsleiter, weil Udo Harder zum Jahresende in Ruhestand geht. Wer ihm folgt, könnte Ende November feststehen.

Bergkamen

, 20.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sozial-Dezernentin Christine Busch will dem Jugendhilfeausschuss am 29. November eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Harder-Nachfolge präsentieren. Das Gremium kommt dafür eigens zu einer kurzfristig anberaumten zusätzlichen Sitzung zusammen. Weil es um eine Personalangelegenheit geht, tagt der Aussschuss nichtöffentlich.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der neue Jugendamtschef bereits im Rathaus arbeitet. „Wir werden die Stelle intern ausschreiben“, kündigte Busch auf Nachfrage an. Sie ist optimistisch, dass sich innerhalb der Verwaltung qualifizierte Bewerber finden, die auch bereits sind, ihren Hut in den Ring zu werfen. Für den Fall, dass diese Hoffnung trügt, müsste die Stadt die Position des Jugendamtsleiters extern ausschreiben. Doch auch in diesem Fall werde der Jugendhilfeausschuss am 29. November zusammentreten, sagte Busch: „Wir werden dann über den Stand des Besetzungsverfahrens zu informieren.“

Der kurzfristige Sitzungstermin ist deshalb nötig, weil der Jugendhilfeausschuss als Teil des Jugendamtes eine Sonderrolle innehat und die Stadt ihn deshalb an der Suche nach einem neuen Amtsleiter beteiligen muss.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Ausschuss ein formales Vetorecht habe, erläuterte Busch die Rechtslage. „Wir müssen ihn anhören.“ Gleichwohl dürfte ihr es wohl auch nicht gleichgültig sein, wenn von Seiten der Ausschuss-Mitglieder Widerspruch gegen ihren Personalvorschlag käme. Schließlich sollten Jugendamt und Ausschuss nach Möglichkeit im Konsens miteinander arbeiten.

Allerdings muss die Dezernentin ja auch selbst er einmal abwarten, wer sich auf die Bewerbung meldet, die die Stadt in Kürze veröffentlichen will. Und sie will ihren Blick auch nicht ausschließlich auf das eigene Rathaus richten. Sie schaue mit Interesse nach Kamen, sagt Busch. Die Nachbarstadt sucht ebenfalls einen neuen Jugendamtsleiter - und hat die Stelle nach Buschs Informationen extern ausgeschrieben. Da könne man dann sehen, was der Markt derzeit hergebe, meint die Dezernentin. Zumal sie durchaus auch mit Interessenbekunden für die vakante Führungsposition rechnet, die von außerhalb des Rathauses kommen: „Initiativbewerbungen gibt es immer“, sagt Busch. „Die muss man dann im Einzelfall prüfen.“

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