Stadt sucht intern nach dem neuen Mann oder die neue Frau für die Jugend

dzJugendamt

Noch fallen die Jugendzentren in den Arbeitsbereich von Ludger Kortendiek. Um die mittelfristige Zukunft der städtischen Räume für die Jugendlichen wird sich aber jemand anderes kümmern.

Bergkamen

, 10.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Kortendiek ist Ende vergangenen Jahres zum Leiter des Jugendamtes aufgestiegen. Derzeit erfüllt er auch noch die Aufgaben des Sozialpädagogischer Leiters, der unter anderem für die Jugendzentren zuständig ist. Allerdings will sich die Stadt schon bald auf die Suche nach einem Nachfolger für diese Stelle machen: „Wir werden sie intern ausschreiben“, kündigte Sozialdezernentin Christine Busch auf Nachfrage an. Sie hofft, das Besetzungsverfahren bis März abzuschließen.

Auf den neuen Sozialpädagogischen Leiter kommen durchaus wichtige Aufgaben zu: So läuft der aktuelle Jugendhilfeplan im nächsten Jahr aus und muss dann fortgeschrieben werden.

Arbeitsteilung der Jugendzentren

In dem Plan ist unter anderem geregelt, wie sich die einzelnen Jugendzentren aufstellen und welche Angebote sie vorhalten. Und da hat es bereits in den vergangenen Jahren schon einige Veränderungen gegeben. Während es früher in jedem Jugendzentrum einen offenen Bereich für alle Altersgruppen gab, existiert inzwischen eine Art Arbeitsteilung. Zumal ja auch die evangelischen Kirchengemeinden Jugendarbeit anbieten. Zum Beispiel im „John“ neben der Martin-Luther-Kirche oder im „Haus der Mitte“ in Rünthe. Letzteres ist auch der Grund dafür, warum es im städtischen Jugendzentrum „Spontan“ in Rünthe nur noch Gruppenangebote gibt.

Die anderen städtischen Zentren haben sich gewissermaßen auf Zielgruppen spezialisiert. Das „Yellowstone“ in Oberaden etwa spricht Jugendliche und junge Erwachsene an, während sich im Kinder- und Jugendhaus „Balu“ in Weddinghofen eher jüngere Altersgruppen tummeln. Zudem bietet dort auch die Jugendkunstschule Kurse an.

Prävention im Balu

Außerdem ist im Balu ein wichtiger Bestandteil der städtischen Jugendarbeit angesiedelt, die ebenfalls in den bisherigen Bereich von Kortendiek fällt: Die Vorbeugung. „Wir bieten zum Beispiel Seminare zur Sucht- und Gewaltprävention bei Grundschülern an“, erläuter Kortendiek. Und es gibt auch Angebote für Mädchen und Jungen , die eine weiterführende Schule besuchen.

Prävention ist auch eine Aufgabe für die Streetworker. Die wiederum haben ihre Anlaufstelle „Anstoß“ am Nordbergstadion. Die platzt aus allen Nähten und die Stadt strebt bekanntlich mittelfristig einen Neubau an. Dafür muss allerdings erst noch ein geeignetes Grundstück gefunden und die Finanzierung gesichert werden. Doch wenn diese Fragen geklärt sind, könne das Jugendamt überlegen, die Präventionsangebote vom Balu in die neue Streetwork-Zentrale zu verlagern, meint Kortendiek: Das sei jedoch eine Aufgabe für die Fortschreibung des Jugendhilfeplanes.

Sorgen um den Bestand der Bergkamener Jugendzentren muss sich aber trotz der personellen und organisatorischen Veränderungen aber wohl niemand machen. Dezernentin Busch jedenfalls gibt eine deutliche Zusage: „Ich werde alles dafür tun, diese wichtigen Orte für die Jugendarbeit zu erhalten.“

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