Stadt sucht an zwei Stellen nach Alternativ-Fläche für UKBS-Wohnprojekt

dzGrünfläche am Kiwitt

Die Stadt und die UKBS haben sich auf die Suche nach einem anderen Standort als am Kiwitt für ein Mehrgenerationen-Projekt gemacht. Trotzdem ist die Bebauung der Grünfläche nicht vom Tisch.

Bergkamen

, 24.11.2019, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kreis-Siedlungsgesellschaft UKBS wird ihr geplantes Mehrgeneratioen-Wohnprojekt wahrscheinlich nicht auf der Grünfläche im Kiwitt bauen. Die Stadt hat sich auf die Suche nach einem Alternativstandort gemacht, bestätigte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters. Es gebe „zwei Suchkorridore“ in der Stadt, sagte er.

Wo genau die Stadt nach dem Alternativstandort sucht, wollte er jedoch nicht sagen - mit Rücksicht auf die Grundstückseigentümer. „In beiden Fällen handelt es sich um Grundstücke, die nicht der Stadt gehören“, sagte er.

Konsequenz aus dem Widerstand der Anwohner am Kiwitt

Damit zieht er offenbar Konsequenzen aus dem Widerstand, den die Anwohner der Grünfläche am Kiwitt gegen das Mehrgenerationen-Projekt gezeigt hatten. Die UKBS plant eine Kombination aus unterschiedlichen großen Wohnungen für Familien, für zwei Personen und Singles - sodass Großeltern in der Nähe ihrer Kinder wohnen könnten. Außerdem sollen Wohnungen für betreutes Wohnen entstehen.Die Anwohner am Kiwitt hatten sich gewehrt, weil sie die Grünfläche nicht verlieren wollen und weil sie die Dimension des Wohnprojekts für unangemessen groß hielten.

Bebauungsplanverfahren liegt auf Eis, ist aber nicht beendet

Mit der Suche nach einer Alternativfläche für das Projekt ist eine Bebauung aber noch nicht vom Tisch. Die Stadt betreibt auch weiterhin das Bebauungsplanverfahren für den „Kiwitt-Park“, wie die Anwohner die Grünfläche getauft haben.

Die Stadt hat es aber mit dem Verfahren nicht besonders eilig, wie Peters sagte. „Wir haben och keine Gutachten, zum Beispiel zum Artenschutz in Auftrag gegeben“, sagte er.

Der Stadtrat hatte das Bebauungsplanverfahren ohnehin bewusst „offen“ eingeleitet. Das heißt: Am Ende muss nicht unbedingt ein Bebauungsplan stehen, der die Bebauung der Fläche ermöglicht. Es kann auch sein, dass sie per Satzung als Grünfläche festgelegt wird, oder dass die Stadt das Verfahren ergebnislos einstellt.

Die Einstellung des Bebauungsplanverfahrens müsse allerdings der Stadtrat beschließen, sagte der Baudezernent.

Er kritisierte aber dennoch die Anwohner. Peters betonte, dass er die Bezeichnung „Kiwitt-Park“ für überzogen hält. Auch die grundsätzliche Kritik an den UKBS-Plänen könne er nicht nachvollziehen. Wesentliche Grünstrukturen hätten beibehalten werden sollen - einschließlich des Bolzplatzes, den es dort gibt. Verkaufen muss die Stadt die Fläche angesichts eines gesunderen Haushalts aber nicht.

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