Stadt sucht Alternative zum Kiwitt-Park für UKBS-Projekt

dzGespräche mit Privateigentümern

Die Stadt sucht nach einer neuen Fläche für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt der UKBS. Ob der sogenannte „Kiwitt-Park“ jetzt erhalten bleibt hängt aber noch von einem Gutachten ab.

Bergkamen

, 01.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist mittlerweile wahrscheinlich, dass das Mehrgenerationen-Projekt der UKBS nicht auf der Grünfläche am Kiwitt entsteht. Die Stadt Bergkamen hat sich auf die Suche nach einem Alternativ-Standort gemacht. Dabei gibt es ein Problem, wie Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters sagt: Die Stadt selbst hat kein geeignetes Grundstück außer der Grünfläche, die für das Projekt in Frage kommt. Der Liegenschaftsbereich nimmt deshalb Kontakt mit privaten Eigentümern von geeigneten Grundstücken auf, um auszuloten, ob sie die erforderliche Fläche zur Verfügung stellen würden.

Gutachter soll Grünfläche untersuchen

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Grünfläche im Kiwitt unangetastet erhalten bleibt. Der Stadtrat hat beschlossen, ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Dieses Verfahren ist allerdings bewusst ergebnisoffen. Das bedeutet: Es kann dabei auch herauskommen, dass die Grünfläche erhalten bleibt und es keine Bebauung gibt, wie Peters erneut betonte. Ein Gutachter soll die Fläche untersuchen und zwar über alle vier Vegetationsperioden, um beurteilen zu können, wie es dort um die Tier- und Pflanzenwelt bestellt ist. Der Auftrag dazu ist bisher noch nicht vergeben, wie Peters sagte.

Stadt sucht Alternative zum Kiwitt-Park für UKBS-Projekt

Die Anwohner protestieren mit Graffiti gegen Pläne, die Fläche zu bebauen. © Stefan Milk

Aussagen erst in etwa zwei Jahren

Er geht deshalb davon aus, dass erst in etwa eineinhalb bis zwei Jahren verlässliche Aussagen vorliegen. Anschließend soll beurteilt werden, ob und in welchem Maße die Fläche für eine Bebauung in Anspruch genommen werden soll. „Das kann bedeuten, dass wir das Verfahren einstellen, aber auch dass ein kleinerer Teil in Anspruch genommen wird, zum Beispiel 30 Prozent“, sagte der Baudezernent. Für die UKBS und ihr Vorhaben dauert diese Klärung aber wahrscheinlich zu lange.

Jetzt lesen

Anwohner protestieren gegen Bebauung der Fläche

Die Anwohner der Grünfläche wehren sich gegen die Pläne, die Grünfläche für eine Bebauung in Anspruch zu nehmen. Zuletzt wehrten sie sich mit einem Protest-Picknick gegen die Pläne und wiesen dabei darauf hin, dass der „Kiwitt-Park“, wie sie die Fläche getauft haben, wichtig für den Klimaschutz ist. Der Entwurf der UKBS sieht unterschiedliche Wohnformen auf der Fläche vor. Das reicht von betreutem Wohnen in mehrgeschossigen Gebäuden über Familienwohnungen mit Garten bis zu kleinen Wohnungen für eine gemischte Altersgruppe. Der Bolzplatz, den es auf der Grünfläche gibt, sollte in das Konzept integriert und an anderer Stelle wieder angelegt werden.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Töddinghauser Straße
Ehemals geräumte Häuser: Einige Auflagen sind ein Fall für den Anwalt
Hellweger Anzeiger Müllabfuhr
Die Abfallgebühren in Bergkamen sollen steigen: Wie sich Mehrkosten vermeiden lassen
Hellweger Anzeiger Amtsgericht Kamen
Zustände wie im Wilden Westen: Jugendlicher trägt geladene Schreckschusswaffe bei sich
Meistgelesen