Stadt soll Kleingartenanlage „Krähenwinkel“ kaufen

dzSPD-Antrag

Die Bergkamener Kleingartenanlagen sollen auf Dauer als grüne Oasen gesichert werden. Deshalb soll die Stadt Verhandlungen über den Kauf der einzigen Anlage aufnehmen, die ihr nicht gehört.

Bergkamen

, 08.09.2019, 13:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kleingartenanlage „Im Krähwenwinkel“ ist die einzige, die sich nicht im Eigentum der Stadt Bergkamen befindet. Das soll sich jetzt ändern: Die SPD-Fraktion stellt den Antrag, dass die Stadt den Kauf des Geländes an der Töddinghauser Straße prüfen soll. „Wir wollen mehr Sicherheit für die Kleingärtner, insbesondere was die Pacht angeht“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer. Der Eigentümer der Krähenwinkel-Fläche, die Bergbau-Altgesellschaft Harpen, habe die Pacht erst kürzlich erhöht.

Stadt soll Kleingartenanlage „Krähenwinkel“ kaufen

Das Vereinsheim der Kleingartenanlage ist auch Treffpunkt für andere Vereine aus dem Ortsteil. © Stefan Milk

Wichtig für den gesamten Ortsteil

Die Sozialdemokraten wollen, dass die Stadt ein besonderes Auge auf die Kleingartanlagen hat. Die öffentlich zugänglichen Anlagen dienten der Naherholung und dem Klimaschutz, argumentiert Schäfer. Die Kleingartenanlage Krähenwinkel habe außerdem eine besondere Funktion für den Ortsteil Weddinghofen, sagt er. Die Kleingartenanlage, die streng genommen auf der Seite der Töddinghauser Straße liegt, die zu Bergkamen-Mitte gehört, ist nicht nur die einzige im Stadtteil, sondern auch beliebter Treffpunkt für viele andere Vereine.

Die Stadtverwaltung soll Verhandlungen mit Harpen aufnehmen, über den möglichen Kaufpreis verhandeln und sehen ob er sich im nächsten städtischen Haushalt unterbringen lässt.

Stadt soll Kleingartenanlage „Krähenwinkel“ kaufen

Die Kleingartenanlage ist vor allem in der schönen Jahreszeit Treffpunkt für viele Weddinghofer, zum Beispiel beim Sommerfest. © Stefan Milk

SPD will Kleingärten nicht für neue Wohnungen opfern

Schäfer ging auch auf die Diskussion ein, in Ballungsgebieten, in denen es zu wenig Flächen für neuen Wohnungsbau gibt, auf Kleingartenanlagen zurückzugreifen. „Dazu sagen wir ganz klar Nein“, sagt er. Dazu hätten die Kleingartenanlagen in Bergkamen eine zu wichtige Funktion.Schäfer räumt ein, dass die öffentliche Hand den Fehler begangen habe, sich aus dem Wohnungsbau komplett zu verabschieden. Dazu habe auch der Verkauf von Wohnungsbaugesellschaften an Private beigetragen.

Vor allem barrierefreie Wohnungen fehlen

In Bergkamen sieht Schäfer vor allem einen Mangel an modernen, barrierefreien Wohnungen. Er regt an, dass die Stadt mit der UKBS und mit den Wohnungsbaugenossenschaften in der Umgebung reden soll, wie sich der Mangel auf dem Wohnungsmarkt beheben lässt.

Dabei sei aber nicht angedacht, Kleingartenanlagen zu Wohnbauflächen umzuwandeln. Schäfer hält Überlegungen für wesentlich sinnvoller, alten, nicht mehr nachgefragten Wohnraum abzureißen. Dort könnten neue Häuser mit modernen Wohnungen zu entstehen, die auch für eine alternde Gesellschaft passen.

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