Stadt soll Bergkamener Grünflächen besser als bisher pflegen

dzSchnelle Eingreiftruppe

Das Erscheinungsbild der Bergkamener Grünflächen soll sich bessern, wenn es nach der SPD geht. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, soll sich das künftig schnell ändern.

Bergkamen

, 19.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt wenige Dinge, die für so viel Ärger bei der Bevölkerung sorgen, wie der Zustand mancher Bergkamener Grünflächen. Dabei geht es nicht nur um wilden Müll, sondern auch um wucherndes Gestrüpp, nicht beseitigen Strauch- und Baumschnitt und zugewucherte Wege.

Baubetriebshof hat Pflege zurückgefahren

In den vergangenen Jahren hatte der städtische Baubetriebshof aufgrund der prekären Haushaltslage die Grünflächenpflege oft zurückgefahren. Das soll sich jetzt ändern, will zumindest die SPD-Fraktion im Stadtrat. Sie beantragt für die Beratung des Doppelhaushalts 2020/2021, Mittel für ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Grünflächenpflege und die Stadtreinigung einzuplanen.

Dabei sollen nicht nur die städtischen Grünflächen, sondern auch die „stadtbildprägenden Flächen anderer öffentlich-rechtlicher Baulastträger“ einbezogen werden – also zum Beispiel die Flächen, die dem Lippeverband oder dem Regionalverband Ruhr (RVR) gehören. Beispiele sind die Kuhbachtrasse, der Klöcknerbahn-Radweg oder der Datteln-Hamm-Kanal, für den das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig ist.

„Schmerzgrenze“ bei der Grünflächenpflege ist erreicht

Die Stadt soll sich Gedanken über die Pflege der Grünflächen machen, weil auch für die SPD-Fraktion „die Schmerzgrenze in der Grünpflege deutlich erreicht“ ist. Die Stadt soll deshalb im Haushalt 2020/2021 200.000 Euro zusätzlich für Personalkosten und 50.000 Euro für Geräte einplanen. Damit soll sichergestellt sein, dass die Grünflächen künftig häufiger gepflegt werden, als bisher.

Die Stadt soll sich außerdem Gedanken machen, wie sie Abfalleimer sinnvoll anordnet und wie oft sie geleert werden müssen.

Bei den Pflegemaßnahmen soll die Stadt auch Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen.

Sofort-Eingreifteam soll Mängel in ein bis zwei Tagen beseitigen

Im Zusammenhang mit dem Konzept stellt die SPD außerdem den Antrag, ein „Sofort-Eingreifteam“ zu schaffen, das bei Bürgerbeschwerden schnell Mängel beseitigen kann. Probleme, die von Bürgern beispielsweise über die Beschwerde-App gemeldet werden sollen „innerhalb von ein bis zwei Tagen“ beseitigt sein. Die entsprechenden Stellen soll die Stadt im Stellenplan vorsehen.

Eines wird sich allerdings nicht ändern: Wenn die neue Eingreiftruppe oder der Entsorgungsbetrieb Bergkamen (EBB) wilden Müll von Grünflächen wegräumt, werden dafür auch weiterhin die Gebührenzahler über die Müllgebühren zur Kasse gebeten.

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