Stadt plant Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt

dzFlächen für Unternehmen

Die Stadt sucht weiter nach neuen Gewerbeflächen. Und nun gibt es womöglich eine Alternative zu dem bisher vorgesehenen Areal an der Industriestraße.

Bergkamen

, 28.11.2018, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters hat die Pläne noch nicht zu den Akten gelegt, ein neues Gewerbegebiet auf der Fläche westlich der Industriestraße einzurichten. Jedoch scheint es bei den Verhandlungen mit den zum Teil verkaufsunwilligen Eigentümern keine großen Fortschritte zu geben. Allerdings will Peters dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung in dessen nächster Sitzung noch eine zweite potenzielle Gewerbefläche präsentieren.

Stadt plant Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt

Die Fläche in Weddinghofen

Fläche gehört der WFG

Sie liegt in Weddinghofen gegenüber der Auffahrt zur A 2 in dem Dreieck zwischen der Autobahn, der Lünener Straße und der Straße Am Langen Kamp. Die Eigentumsverhältnisse dort sind aus Sicht der Stadt deutlich günstiger: Das Areal gehört größtenteils der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Unna. Sie hat es von einem ehemals großgrundbesitzenden Landwirt übernommen, der aus Bergkamen weggezogen ist. „Die WFG ist auf uns zugekommen“, sagt Peters. Auf der Fläche gibt es allerdings noch ein Gehöft, das auch bewohnt ist. Der Eigentümer wäre jedoch bereit, die nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verkaufen, hat Peters in Erfahrung gebracht.

Stadt plant Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt

Die Fläche südlich von Rünthe

In Rünthe ist mehr Platz

Das potenzielle neue Gewerbegebiet an der Lünener Straße umfasst 6,6 Hektar. Es ist damit deutlich kleiner als die Fläche an der Stadtteilgrenze zwischen Rünthe und Overberge. Sie besteht aus Grundstücken, die zwischen der Industriestraße und der Straße Am Romberger Wald sowie westlich der Overberger Straße liegen und insgesamt 11 Hektar groß sind. Das entspricht in etwa dem Gewerbeflächenbedarf, den der Regionalverband Ruhr (RVR) der Stadt Bergkamen zubilligt. Der RVR hat auch schon signalisiert, dass er das Gebiet in Overberge grundsätzlich für geeignet als Gewerbefläche hält. Gleichwohl gibt es noch einige regionalplanerische Vorgaben zu erfüllen. So müssten sowohl der Flächennutzungsplan der Stadt als auch der Regionalplan des RVR geändert werden.

Keine Entweder-Oder-Entscheidung

Beides wäre allerdings auch nötig, um neue Gewerbeflächen an der Lünener Straße auszuweisen. Und so etwas dauert. „Wir stehen ganz am Anfang des Verfahrens“, sagt Peters. Er sieht deshalb auch keinen Grund, eine Entweder-Oder-Entscheidung zwischen den beiden Standorten zu fällen: „Beides sind Optionen.“ Dementsprechend will die Verwaltung die Planungen für beide Flächen vorantreiben.

Etwaige Bedenken von Anliegern versucht Peters, von vorneherein zu beruhigen. Auf beiden Areale sei nicht an die Ansiedlung von großen Unternehmenskomplexen wie im Logistikpark gedacht. Vielmehr wolle die Stadt Flächen für kleinteiligeres Gewerbe, zum Beispiel für Handwerksbetriebe, zur Verfügung stellen.

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  • Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung tagt am Dienstag, 4. Dezember.
  • Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal im Ratstrakt neben dem Rathaus.
  • Der Ausschuss tagt öffentlich.
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