Stadt hat neue Ideen für das Marina-Nord-Gelände

dzKein Investor mehr

Der Ferienhausanbieter, der einen städtebaulichen Rahmenplan für das Gelände Marina Nord vorlegen wollte, hat offenbar nur noch wenig Interesse. Jetzt hat die Stadt neue Ideen für die Fläche.

Bergkamen

, 04.09.2019, 11:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch zu Beginn des Jahres hatte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters gehofft, dass ein möglicher Investor seine Pläne für eine Ferienhaussiedlung öffentlich vorstellt. Die Stadt hatte sich schon seit 2017 in Gesprächen mit Vertretern des möglichen Investors befunden.

Investor hat offenbar das Interesse verloren

Mittlerweile geht Peters jedoch davon aus, dass der Investor das Interesse verloren hat und sich die Stadt auf die Suche nach neuen Interessenten machen muss. Die Chancen, sie zu finden, hält er für recht gut. Bisher habe die Stadt die Fläche auch noch nie auf Fachmessen oder bei ähnlichen Gelegenheiten beworben, sagt er, weil es den Interessenten schon gab. Vorher will die Stadt das Gelände aber noch einmal neu bewerten, wie geeignet es für eine Ferienhaussiedlung ist.

Lage hinter dem Kanaldamm ist das Manko

Der Baudezernent sieht ein deutliches Manko an der Fläche der ehemaligen Gärtnerei Storbeck, die die Stadt vor einigen Jahren erworben hat. Sie liegt einige Meter tiefer als das Kanalufer. Wegen Bergsenkungen musste der Damm immer wieder erhöht werden. „Eine Fläche, die Marina Nord heißt, aber von der man die Marina gar nicht sehen kann, ist nicht sehr attraktiv“, sagt Peters.

Dezernent regt Anheben des Geländes an

Er regt deshalb an, das ganze Gelände um einen oder eineinhalb Meter anzuheben. Denkbar wären auch dreigeschossige Häuser mit Ferienwohnungen, bei denen im Erdgeschoss, das hinter dem Damm bleibt, Lagerräume oder Fahrradstellplätze vorgesehen würden. „Vom Penthouse mit Dachterrasse hätte man dann einen tollen Blick auf die Marina“, sagt der Dezernent. Die Frage sei jedoch, wie die Häuser trotzdem barrierefrei konstruiert werden könnten, räumte er ein.

Die Stadt hofft außerdem im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 Fördermittel zu bekommen, um die Fläche über eine Fußgänger- und Radfahrbrücke direkt an die Marina anzubinden.

Für Gewerbe zu nah an der Wohnsiedlung

Trotz der aktuellen Entwicklung hält Peters die Fläche für eine Gewerbeansiedlung nach wie vor für ungeeignet. Die CDU hatte mehrfach gefordert, sie dafür zur Verfügung zu stellen – auch weil es in Bergkamen fast keine freien Gewerbeflächen mehr gibt. Eine Gewerbeansiedlung verbiete sich schon allein wegen der direkten Nachbarschaft zum angrenzenden Wohngebiet in Rünthe-West, sagte der Dezernent.

Im Flächennutzungsplan der Stadt ist für die Fläche die Zweckbestimmung für „Freizeit und Erholung“ festgelegt.

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