Stadt fehlen noch die Flächen für neues Gewerbegebiet

dzVerhandlungen mit Eigentümern

Die Stadt Bergkamen ist mit ihrem geplanten Gewerbegebiet an der Grenze von Overberge zu Rünthe einen Schritt weitergekommen. Der entscheidende Durchbruch fehlt aber immer noch.

Bergkamen

, 04.09.2019, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Bergkamen könnte das geplante Gewerbegebiet südlich der Bever im Norden von Overberge theoretisch im Flächennutzungsplan ausweisen. Mittlerweile hat sie die landesplanerische Zustimmung von ihrer Aufsichtsbehörde, dem Regionalverband Ruhr (RVR), wie Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters auf Anfrage mitteilte.

Haupteigentümer will noch nicht verkaufen

Die Ausweisung wäre zurzeit aber noch nicht sinnvoll, denn die Flächen sind noch im Privatbesitz. „Die Gespräche mit den Eigentümern dauern noch an“, sagte der Dezernent. Vor allem derjenige, dem die größten Flächen in dem Bereich gehören, ist offenbar noch nicht zum Verkauf an die Stadt bereit. Peters sprach allerdings von „guten, konstruktiven Gesprächen“ mit den Eigentümern. Es sei deshalb verfrüht, eine andere Fläche für ein neues Gewerbegebiet ins Auge zu fassen.

Gewerbegebiet mit etwa elf Hektar

In dem Bereich um die Overberger Straße soll ein neues Gewerbegebiet mit einer Größe von etwa elf Hektar entstehen, das der RVR der Stadt noch als zusätzliche kommunale Gewerbefläche zugestanden hat. Dort sollen sich vor allem kleinere mittelständische Unternehmen ansiedeln – unter anderem Bergkamener Handwerksbetriebe, die eine neue Betriebsfläche suchen.

Stadt hat kaum noch freie Flächen

Zurzeit hat die Wirtschaftsförderung das Problem, das sie Unternehmen, die in Bergkamen neue Flächen suchen, praktisch nichts mehr anbieten kann. Die städtischen Wirtschaftsförderung und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Unna versuchen schon seit einiger Zeit, Privateigentümer vom Verkauf ihrer Flächen zu überzeugen, die im Bereich des bereits ausgewiesenen Gewerbegebiets an der Gewerbestraße in Rünthe liegen.

Die Stadt hatte beim RVR neben der Fläche an der Overberger Straße auch eine Fläche an der Auffahrt zur A2 zwischen der Autobahn, der Lünener Straße und der Straße „Am langen Kamp“ als Gewerbestandort vorgeschlagen. Das hatte der RVR mit der Begründung abgelehnt, dass die Fläche nicht an einen Siedlungsbereich grenzt.

Bergkamen hat fast keine freien Gewerbeflächen mehr, seit der Logistikpark A2 komplett besiedelt ist. Deshalb hatte der RVR der Stadt ein etwa zehn Hektar großes, kommunales Gewerbegebiet zugestanden.

Hinzu kommen soll auch die Fläche des Kraftwerks in Heil als „regionaler Kooperationsstandort“ , wenn das Kraftwerk stillgelegt wird. Der Zeitpunkt der Stilllegung ist jedoch bisher noch nicht bekannt.

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