Stadt plant einen verkaufsoffenen Sonntag zum Hafenfest im Juni 2020

dzNach Verdi-Klage

Die Stadt will auch im nächsten Jahr drei verkaufsoffene Sonntage anbieten. Bisher fehlt dafür die Rechtsgrundlage. Bei der Suche nach einer neuen blickt der Bürgermeister auf das Hafenfest.

Bergkamen

, 04.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Womöglich wird es am 7. Juni 2020 einen verkaufsoffenen Sonntag in Bergkamen geben. An jenem Tag geht das Hafenfest zu Ende - die mit Abstand größte Veranstaltung im Stadtgebiet, die jedes Jahr Zehntausende Besucher in die Marina in Rünthe lockt. Und das könnte einen Anlass dafür bieten, dass die Geschäfte im gesamten Stadtgebiet öffnen dürfen, wenn sie es denn wollen. Bürgermeister Roland Schäfer hält jedenfalls an seinem Plan fest, im nächsten Jahr wieder drei verkaufsoffene Sonntag anzubieten.

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Verdi klagt gegen verkaufsoffene Sonntage

In diesem Jahr gab es nur zwei: Kurz vor dem verkaufsoffenen Sonntag zur Herbstkirmes hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Klage mit guten Erfolgsaussichten gegen die bisherige Bergkamener Praxis eingereicht. Nach geltender Rechtslage muss ein verkaufsoffener Sonntag nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich mit einer Veranstaltung in einem Zusammenhang stehen. Der Verkaufssonntag im Oktober war deshalb der letzte, den die Stadt nach der alten Rechtsgrundlage ausrichtete. Der Stadtrat setzte in seiner Sitzung im November die entsprechende Verordnung außer Kraft.

Stadt plant einen verkaufsoffenen Sonntag zum Hafenfest im Juni 2020

Auch die Blumenbörse im Mai könnte einen Anlass für einen Verkaufssonntag bieten. Aber wohl nur im Stadtteil Mitte. © Marcel Drawe

Schäfer rechnet damit, dass der Rat im Februar über eine neue Rechtsgrundlage für drei Verkaufssonntage abstimmen kann. Das wäre rechtzeitig vor der Blumenbörse im Mai, zu der die Geschäfte in den vergangenen Jahren stets öffnen durften.

Vor allem am Nordberg öffnen die Geschäfte

Das wäre auch diesmal möglich, zumindest rund um den Nordberg, wo sich die Veranstaltung abspielt. Gleiches gilt für die Herbstkirmes im Oktober. Die meisten Läden, die sich regelmäßig am Verkaufssonntag beteiligten, liegen ohnehin in Nordberg-Nähe. Allerdings machten in der Vergangenheit auch stets der Möbel-Disocunter Poco sowie der Reitsport-Fachhändler Hottemax4you in Rünthe mit. Sie dürften nicht öffnen, wenn der Anlass für den Sonntagsverkauf in Mitte liegt

Deshalb hat die Stadt das Hafenfest als neuen Termin für einen Verkaufssonntag ins Auge gefasst.

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Und zwar nicht nur, weil die Marina zu Rünthe gehört. Eine solche Großveranstaltung würde sicherlich einen verkaufsoffenen Sonntag im gesamten Stadtgebiet rechtfertigen, meint Schäfer: „Zum Hafenfest kommen zahlreiche Besucher aus anderen Städten nach Bergkamen.“

Ob Verdi und die Richter das genauso sehen bleibt abzuwarten. Doch Schäfer will dem Rat auf jeden Fall einen „gerichtsfesten Entwurf“ für die drei verkaufsoffenen Sonntage vorlegen.

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