Spucke statt Urin: Bergkamener versucht, die Polizei zu betrügen

dzSprinterfahrer unter Drogen

Ein von Drogen bedröhnter Bergkamener Autofahrer versucht, die Polizei beim Urintest auszutricksen. Die Beamten sind aber zu clever für ihn. Jetzt hat er nicht nur Ärger mit der Justiz.

Bergkamen

, 20.11.2019, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 28 Jahre alter Bergkamener hätte sich am Dienstagabend wohl besser nicht ans Steuer eines geliehenen Sprinter gesetzt, nachdem er Drogen genommen hatte. Der Mann fiel einer Streife der Autobahnpolizei Kamen gegen 19.50 Uhr auf, als er mit viel zu hoher Geschwindigkeit durch die Baustelle auf der A 2 an der Brücke über die Seseke bretterte.

Streife stoppt 28-Jährigen auf Parkplatz

Die Zivilbeamten nahmen die Verfolgung des Kleintransporters in Richtung Oberhausen auf und hielten ihn schließlich auf dem Parkplatz „Paschheide“ an. Als sie den Fahrer sahen, fiel ihnen sofort auf, dass seine Pupillen unnatürlich geweitet waren und er wahrscheinlich unter Drogen stand.

Der 28-Jährige erklärte sich bereit, einen freiwilligen Urinschnelltest zu machen. Wenn Autofahrer ihn verweigern, kann die Polizei eine Blutprobe anordnen.

Spucke statt Urin im Becher für Drogenschnelltest

Die Polizisten übergaben dem Fahrer einen Becher, in den er Wasser lassen sollte. Er drehte sich um, erweckte den Eindruck in den Becher zu urinieren, übergab den Beamten jedoch einen Becher mit Spucke.Die Beamten teilten ihm mit, dass für den Drogentest ausschließlich Urin zu verwenden ist. Er bekam einen neuen Becher und etwas mehr Zeit. Schließlich übergab er den Beamten einen korrekt befüllten Becher mit Urin.

Das Ergebnis des Schnelltestes bestätigte dann den Verdacht der Beamten: Der 28-Jährige stand tatsächlich unter Drogeneinfluss.

Blutprobe auf der Wache abgenommen

Er musste daraufhin zur Wache der Autobahnpolizei mitkommen und eine Blutprobe abgeben, die ihm ein Arzt abnahm. Die Blutprobe soll auch ergeben,welche Drogen er in welcher Menge genommen hat. Falls die Blutprobe das Ergebnis des Schnelltests bestätigt, droht dem Bergkamener viel Ungemach: Fahren unter Drogeneinfluss kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.

Außerdem ist zu erwarten, dass das Straßenverkehrsamt seinen Führerschein für längere Zeit einzieht.

Freundin ist wütend auf den Sprinter-Fahrer

Der Ärger mit Justiz und Straßenverkehrsbehörden ist aber nicht das einzige Ungemach, das dem 28-Jährigen droht: Da die Polizei ihm sofort die Weiterfahrt untersagte, muste er sich von seiner Freundin auf der Wache abholen lassen. Und die war nach Angaben der Polizei richtig wütend, als sie auf der Polizeiwache eintraf: Nicht auf die Polizei, sondern auf ihren Freund.

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