Sperre statt Tempo 10 könnte Gefahr am Busbahnhof Bergkamen entschärfen

dzRathausplatz

Wenn das Stadtfenster in Bergkamen fertig ist, dürften mehr Fußgänger den Rathausplatz überqueren. Gefährliche Situationen am Busbahnhof nehmen dann zu. Eine Sperre könnte die Lösung sein.

Bergkamen

, 21.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer mit dem Bus in Bergkamen ankommt und anschließend zu Fuß weiter will, der muss sich ins Verkehrsgetümmel stürzen oder einen Umweg gehen – zumindest wenn sein Ziel nicht auf der Rathaus-Seite liegt, sondern auf der anderen Seite des Rathaus-Platzes. Viele Fußgänger, die beispielsweise zur Sparkasse wollen, nehmen nicht den längeren Weg über den Zebrastreifen am Rathaus-Kreisel oder über den provisorischen Übergang am ehemaligen Friedhof, sondern den direkten Weg über die Straße.

Mehr Fußgängerverkehr absehbar

Wenn erst das „Stadtfenster“ neben der Sparkasse mit dem Bäckerei-Café Braune, der Beratungsstelle der GSW und dem städtischen Kulturreferat im Erdgeschoss komplett belegt ist, werden die Fußgänger-Ströme wohl noch zunehmen. Und es werden wohl noch mehr Menschen nicht zu den Übergängen gehen, sondern sich in das unübersichtliche Getümmel aus Bussen, Autos und Fahrradfahrern stürzen.

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Die Stadt hat daher schon den Bereich vor dem Stadtfenster neu geplant. Der Parkstreifen, den es vor Baubeginn noch gab, soll wegfallen. Stattdessen sollen dort Fahrradstellplätze entstehen – was den einen oder anderen möglicherweise dazu bringt, das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zu kommen. Das Problem dabei: Sobald sie ihr Fahrrad abgestellt haben, werden aus den Radlern Fußgänger, die möglicherweise über die Straße wollen.

Baudezernat hält Tempo 10 nicht für praktikabel

Das hat schon dazu geführt, dass die CDU-Fraktion angefragt hat, ob sich auf diesem Teil des Straßenzuges Hubert-Biernat-Straße/Rathausplatz nicht Tempo 10 anordnen lässt, um die Situation zu entschärfen.

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Das hält die Stadtverwaltung jedoch nicht für praktikabel, weil sich der Straßenraum nicht so umgestalten lässt, wie es bei einer Tempo-10-Zone notwendig wäre. „Es nützt nichts, wenn wir nur die entsprechenden Schilder aufstellen, wenn der Straßenraum nicht schon selbst vermittelt, dass Autofahrer langsamer fahren müssen“, sagte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters.

„Umlaufsperre“ als mögliche Lösung

Falls tatsächlich viele Fußgänger den direkten Weg von Rathaus und Busbahnhof zum Stadtfenster nehmen sollten, würde Peters eher überlegen eine „Umlaufsperre“ einzurichten, um die Fußgänger auf den ungefährlichen Weg über die Zebrastreifen zu bringen. Das wäre eine Absperrung in der Fahrbahnmitte, die Fußgänger am Überqueren der Fahrbahn hindert. „Wir müssen die Situation beobachten und abwägen, ob das notwendig ist“, sagte Peters. Bisher sei der Bereich kein Unfallschwerpunkt.

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