SPD will schon im September über Bürgermeister-Kandidaten entscheiden

dzNeues Stadtoberhaupt

Die SPD eröffnet den Wahlkampf um die Nachfolge von Bürgermeister Roland Schäfer als erste: Sie will bald einen Kandidaten oder eine Kandidatin nominieren. Die anderen Parteien warten noch ab.

Bergkamen

, 26.08.2019, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd Schäfer fasst die Diskussion in seiner Partei um die Nachfolge von Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) mit wenigen Worten zusammen. Direkt nach der Ankündigung von Schäfer, dass er 2020 nicht noch einmal kandidieren will, habe die Sommerpause begonnen. Die ist für Schäfer jedoch mit diesem Montag vorbei – und damit die parteiinterne Diskussion eröffnet.

Schäfer geht davon aus, dass sie nicht allzu lange dauert. Er nimmt an, dass der SPD-Stadtverband – der dafür zuständig ist – bis Mitte September eine Kandidatin oder einen Kandidaten nominiert, den die SPD im September 2020 ins Rennen schickt. Die Kandidatur soll dann schon parteiintern abgestimmt sein, bevor eine Nominierungskonferenz den Vorschlag bestätigt.

Ob er dabei selbst ins Rennen geht, wollte Bernd Schäfer nicht bestätigen. Ihm werden Ambitionen nachgesagt, seinen Nachnamensvetter zu beerben. „Das werden wir intern besprechen“, sagte er.

Die anderen Parteien sind noch nicht so weit

Alle anderen im Stadtrat vertretenen Parteien sind offenbar noch nicht so weit wie die Sozialdemokraten. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Marco Morten Pufke verwies darauf, dass die Kommunalwahl erst am 13. oder 20. September 2020 ist. Die CDU werde sich die Zeit nehmen, das Thema in Ruhe zu erörtern.

Pufke selbst hat wohl eher Ambitionen, um für die Nachfolge von Landrat Michael Makiolla (SPD) zu kandidieren, der ebenfalls im kommenden Jahr nicht mehr antreten will.

Die Christdemokraten wollen sich offen lassen, einen ihrer prominenteren Kommunalpolitiker aus dem Fraktions- oder Parteivorstand zu nominieren oder möglicherweise einen unabhängigen Kandidaten zu nominieren.

Parteienbündnis ist wohl ausgeschlossen

Dass es dabei zu einem Parteienbündnis wie in einigen Nachbarkommunen kommt, ist eher unwahrscheinlich. Dafür würden in Bergkamen wohl neben der ohnehin eng mit der CDU verbundenen FDP nur die Grünen in Frage kommen.

Pufke sieht aber zu viele Differenzen bei den beiden Parteien. Schnittmengen gebe es bei der Jugendhilfepolitik. Bei der L 821n, der Ausweisung von Gewerbegebieten und Wohnbauflächen lägen die Positionen jedoch so weit auseinander, dass er keine Chance auf einen gemeinsamen Nenner sieht. Die Grünen selbst sehen die Zeit noch nicht gekommen, um über eine Kandidatur zu entscheiden und sich auf eine Person festzulegen.

Werner Engelhardt, der Fraktionsgeschäftsführer von BergAUF, wollte noch keine Aussage machen.

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