SPD stellt ihre Ratskandidaten auf: Keine Experimente!

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Wie die SPD-Fraktion im neuen Stadtrat aussieht, entscheiden die Wähler am 13. September. Allerdings steht schon jetzt fest, dass es nicht allzu viele neue Ratsmitglieder geben wird.

Bergkamen

, 18.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Mitglieder der aktuellen SPD-Ratsfraktion wollen Bürgermeister werden und treten deshalb bei der Kommunalwahl am 13. September nicht mehr als Direktkandidaten in ihren Wahlbezirken an. Einer von ihnen wird aber dennoch im neuen Stadtrat sitzen – zumindest, wenn es aus Sicht der Bergkamener Sozialdemokratie gut läuft. Dann wird ihr Kandidat Bernd Schäfer, der bisherige Fraktionsvorsitzende, neuer Bürgermeister und gehört dem Rat qua Amt an.

Bernd Schäfer führt die Reserveliste an

Ansonsten wählte ihn die SPD auf den ersten Platz ihrer Reserveliste. Die greift dann, wenn die SPD mehr Stimmen bekommt, als sich Kandidaten in den 22 Wahlkreisen durchsetzen. Das war bei der Kommunalwahl 2014 der Fall, als die SPD alle Direktmandate gewann und zudem auf 26 Sitze im Stadtrat kam. Allerdings ist so auch eine Konstellation denkbar, in der Bernd Schäfer nicht mehr in den Rat einzieht. Dafür müsste er die Bürgermeisterwahl verlieren, was seine Lust auf Kommunalpolitik dämpfen dürfte.

Eva Knoefel sitzt schon im Stadtrat in Bergkamen, Bei der Kommunalwahl am 13. September tritt sie aber zum ersten Mal als Direktkandidatin in einem Wahlbezirk in Rünthe an.

Eva Knoefel sitzt schon im Stadtrat. Bei der Kommunalwahl am 13. September tritt sie aber zum ersten Mal als Direktkandidatin in einem Wahlbezirk in Rünthe an. © Marcel Drawe

Schäfer ist nicht der einzige Bürgermeisterkandidat in den Reihen der SPD-Fraktion: Thomas Semmelmann tritt in Bönen an und verzichtete deshalb auf eine Ratskandidatur in Bergkamen. Nachfolgerin in seinem Rünther Wahlbezirk ist Eva Knöfel, die bereits im Stadtrat sitzt. Sie rückte vor zwei Jahren für Christian Pollack nach, der sich aus der Politik zurückgezogen hat.

Drei neue Gesichter

Unabhängig vom Wahlergebnis wird es nach dem 13. September nur sehr wenig neue Gesichter in der Bergkamener SPD-Fraktion geben. Eines davon könnte Rainer Bartkowiak gehören, der in Bernd Schäfers bisherigem Wahlkreis in Overberge antritt. Der Elektroingenieur sitzt als Kassierer im Vorstand des dortigen Ortsvereins.

SPD-Ratsherr Bernd Schäfer (2 v.r.) will Bürgermeister in Bergkamen werden, Fraktionskollege Thomas Semmelmann (l.) strebt diese Amt in Bönen an. Volker Weirich (r.) hört auf, nur Dieter Mittmann tritt wieder in seinem Wahlkreis an.

SPD-Ratsherr Bernd Schäfer (2 v.r.) will Bürgermeister in Bergkamen werden, Fraktionskollege Thomas Semmelmann (l.) strebt dieses Amt in Bönen an. Volker Weirich (r.) hört auf, nur Dieter Mittmann tritt wieder in seinem Wahlkreis an. © Stefan Milk

Das einzige SPD-Ratsmitglied, das nicht wieder antritt weil es nach höheren Ämtern strebt, ist Volker Weirich aus Mitte. Nachfolge-Kandidat ist Christoph Turk (32) der für die Rünther Niederlassung Firma RS Technik AG arbeitet. Zudem bewirbt sich der Student und Beisitzer des Oberadener Ortsvereins-Vorstands, Kevin Derichs, in einem wegen verschiedener Todesfälle verwaisten Wahlbezirk.

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Die anderen Direktkandidaten und -kandidatinnen sitzen schon im Rat: Mitte: Dennis Riller. Martina Eickhoff, Kay Schulte, Andre Rocholl, Christina Pattke, Sandra Hagen und Susanne Turk. Oberaden: Dieter Mittmann, Michael Jürgens, Manuela Veit und Rüdiger Weiß. Overberge: Uwe Reichelt; Rünthe: Monika Wernau, Hartmut Ramin; Weddinghofen: Knut Bommer, Brigitte Matiak und Dirk Haverkamp.

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