Bernd Schäfer (SPD): Echter Bergkamener und Kämpfer für bezahlbare Wohnungen

Bürgermeisterwahl Bergkamen

Bernd Schäfer identifiziert sich mit den Werten seiner Partei, insbesondere mit der Solidarität. Die möchte er auch als Bürgermeister umsetzen, besonders wenn es um bezahlbare Wohnungen für alle geht.

Bergkamen

, 03.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bernd Schäfer, der Bürgermeisterkandidat der SPD Bergkamen, hat sich die Plattform am Beversee für das Gespräch ausgesucht – nach seinen Worten einer von zwei bis drei Lieblingsplätzen in der Stadt.

Bernd Schäfer, der Bürgermeisterkandidat der SPD Bergkamen, hat sich die Plattform am Beversee für das Gespräch ausgesucht – nach seinen Worten einer von zwei bis drei Lieblingsplätzen in der Stadt. © Stefan Milk

Bernd Schäfer ist ein echter Bergkamener und das gleich in dreifacher Hinsicht. Wie viele Bergkamener ist der 54 Jahre alte SPD-Bürgermeisterkandidat im Kamener Krankenhaus geboren worden – aber in Oberaden aufgewachsen, hat knapp zehn Jahre in Bergkamen-Mitte gewohnt und dann in Overberge gebaut.

Er hat zwei erwachsene Kinder: Seine Tochter studiert Sport in Köln und sein Sohn machte eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann in Hamburg. Beide kommen immer noch gerne nach Bergkamen zurück, betont ihr Vater. „Sie mögen die Ruhe hier.“

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Bürgermeisterkandidat Bernd Schäfer im Interview

Die Sozialdemokratie wurde ihm allerdings nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Die Eltern waren selbstständig. Sie hatten eine Tischlerei und nahmen auch Bestattungen vor. Sein Bruder Uwe übernahm die Tischlerei und baut Fenster, sein Zwillingsbruder Klaus wurde Bestatter und Bernd Schäfer machte eine Ausbildung bei der Sparkasse. Mittlerweile ist er schon seit einigen Jahren „Teilmarkt-Leiter“ bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen für Oberaden und Rünthe.

Die Werte der SPD sind dem Kandidaten wichtig

Zur SPD kam er durch seinen Schwiegervater. Der, selbst SPD-Mitglied, nahm ihn mit zu einer Ortsvereinsversammlung in Bergkamen-Mitte. Damit er mit abstimmen konnte, ließ sich Schäfer überzeugen, gleich einzutreten – denn er habe sich mit den Prinzipien der Partei identifizieren können.

„Die sozialdemokratischen Werte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sind wichtig, das hat gerade die Corona-Pandemie wieder gezeigt“, sagt Schäfer. Es sei für die Gesellschaft wichtig, dass „einer auf den anderen achtet“, statt seine eigenen Interessen zu verfolgen.

Bernd Schäfer will die Arbeit seines Vorgängers Roland Schäfer fortsetzen, mit dem er übrigens nicht verwandt ist.

Bernd Schäfer will die Arbeit seines Vorgängers Roland Schäfer fortsetzen, mit dem er übrigens nicht verwandt ist. © Stefan Milk

Schäfer will „die gute Arbeit fortsetzen“

Wenn er nach seinen Zielen gefragt wird, wenn er die Wahl gewinnt, will der Kandidat seine Antworten keinesfalls als Kritik an seinem Vorgänger und Noch-Amtsinhaber Roland Schäfer (SPD) verstanden wissen. Dem bescheinigt er gute Arbeit. „Ich will die guten Projekte wie die Wasserstadt Aden, das Engagement für Kunst und Kultur und für den Klimaschutz fortsetzen“, sagt er.

Eigene Akzente hat er aber doch im Sinn. Der Bürgermeisterkandidat und Noch-SPD-Fraktionsvorsitzende sieht Handlungsbedarf beim Wohnungsbau. „Ich will passende Wohnungen für alle Altersgruppen, für junge Familien genau so wie für Senioren“, sagt er. Bezahlbar für alle sollen sie auch sein. Dabei sieht Schäfer Nachholbedarf.

Sein Rezept: Er will die kommunale Baugesellschaft UKBS stärken, die sich in fast allen Kommunen im Kreis engagiert. Und er will die Bauvereine und Wohnungsgenossenschaften aus der Umgebung – beispielsweise aus Werne und Lünen – für ein Engagement in Bergkamen gewinnen.

Bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, ist Bernd Schäfer ein wichtiges Anliegen.

Bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, ist Bernd Schäfer ein wichtiges Anliegen. © Stefan Milk

Förderung von ÖPNV und Radverkehr

Weitere Schwerpunkte sieht er darin, Bergkamen für den Tourismus weiter aufzuwerten, die Anerkennung für ehrenamtliches Engagement auszubauen, die Bergkamener Kultureinrichtungen wie das Stadtmuseum, das studio theater oder die Musikschule zu stärken und die Stadt an die Bahn anzubinden. Mobilität sieht er als weiteres wichtiges Thema. Für kurze Strecken sollen die Bergkamener möglichst das Rad nehmen und bei längeren Strecken in Bus und Bahn steigen. „Dafür müssen sie aber attraktiv und bezahlbar sein“, fordert er.

Falls Schäfer die Mehrheit bei der Bürgermeisterwahl bekommt, wird er nicht zu übersehen sein. Über zwei Meter ist er groß. Zumindest muss er an jeder Tür den Kopf einziehen.

Dieses Porträt ist Teil einer Serie zur Kommunalwahl 2020, in der wir alle vier Bürgermeisterkandidaten in Bergkamen ausführlich vorstellen.
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