SPD Bergkamen beschwört vor der Kommunalwahl ihre Einigkeit

dzWahlprogramm beschlossen

Die Bergkamener SPD beschließt ihr Programm für die Kommunalwahl und betont dabei auffallend häufig, wie einig sich die Genossen doch sind. Auch eine Personalwahl fällt einstimmig aus.

Bergkamen

, 19.06.2020, 20:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die SPD am Freitagabend Rebecca Döhr einstimmig zur Ratskandidatin gewählt hat, hat einen traurigen Grund. Sie tritt im Wahlkreis Overberge an, in dem eigentlich Ortsvorsteher Uwe Reichelt kandidieren sollte - er starb Ende April völlig überraschend. „Ersetzen kann man ihn nicht“, sagte Stadtverbandschef André Rocholl, nachdem die SPD-Mitglieder Uwe Reichelt gedacht hatten.

Aber die 37-jährige Döhr, die in einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen arbeitet, will ihm zumindest in den Rat nachfolgen.

Rebecca Döhr tritt für die SPD Bergkamen bei der Ratswahl in Overberge an.

Rebecca Döhr tritt für die SPD bei der Ratswahl in Overberge an. © Johannes Brüne

Da muss sie sich noch ein bisschen bekannt machen. In der Partei kennt man sie schon, sie ist stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins. Im Stadtteil auch: „Ich lebe seit vielen Jahren in Overberge“, sagt die Kandidatin, die Wert darauf legt, dass sie Bergkamenerin ist.

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SPD beschließt das Wahlprogramm ohne Diskussion

Obwohl Döhr erst am Freitagabend offiziell gewählt wurde, ist ihr Porträt bereits im 27-seitigen Wahlprogramm der SPD abgebildet. Das beschlossen die Delegierten der fünf Ortsvereine ebenfalls einstimmig und ohne jede Diskussion. Zuvor hatten alle Redner betont, dass die Partei nur dann Chancen auf ein gutes Wahlergebnis habe, wenn sie geschlossen auftrete. Den Bergkamener Genossen dürfte inzwischen klar sein, dass eine absolute Mehrheit für sie längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

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Das Programm liest sich dann auch ein wenig so, als wolle die Partei es allen recht machen. „Aber wir müssen auch schwierige Entscheidungen treffen“, sagte Bürgermeisterkandidat Bernd Schäfer. Als Beispiel nannte er den Bebauungsplan, der das Einkaufszentrum auf dem Turmarkaden-Gelände verhindern soll.

Schäfer verteidigt Beschluss gegen Einkaufszentrum

Wer Visionen für seine Stadt habe, müsse auch mal sagen: „Bisher hierher und nicht weiter.“ Auch auf die Gefahr, einen Investor zu verärgern. Gleichwohl will die SPD etwas für die Wirtschaft tun und neue Gewerbefläche ausweisen.

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„Wir haben aber auch grüne Themen“, sagte Rocholl. Das Klima will die SPD mit einer Verbesserung des ÖPNV und des Radverkehrs schützen. Bezahlbares Wohnen steht auch auf der Agenda. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bildung. Die Familien und die öffentliche Sicherheit sind den Sozialdemokraten wichtig.

Bernd Schäfer gestand zudem ein, in jungen Jahren ein Kulturbanause gewesen zu sein. Inzwischen habe er die Bedeutung der Kultur als weichen Standortfaktor erkannt.

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