Spätestens ab 2023: Diese zwei Fußballplätze bekommen als nächste einen neuen Belag

dzFußball in Bergkamen

Noch halten die Kunstrasenplätze in Bergkamen den Bällen und Tritten der Spieler gut stand. Ein Platz erinnert jedoch besonders an einen Flickenteppich. Aber das ist tatsächlich gar nicht schlimm.

08.10.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es kann schon mal vorkommen, dass ein Kunstrasenplatz „poppig“ aussieht, wie der Leiter des Sachgebiets Sport Heiko Rahn es ausdrückt. Vor allem Flicken am Tor und auf dem Elfmeterpunkt sind bei in die Jahre gekommenen Kunstrasenplätzen keine Seltenheit. „Schwachpunkte gibt es immer dort, wo Spieler lange und oft stehen“, erklärt Rahn – also an der Torlinie und am Elfmeterpunkt. Das Ergebnis ist ein Platz mit Flicken. Doch die Qualität des Platzes beeinträchtigten diese ausgetauschten Flächen nicht, versichert Rahn.

Auch der Kunstrasenplatz am Schacht III, wo die Mannschaften des Sus Rünthe trainieren, sieht schon ein wenig „poppig“ aus. Er wurde 2003 erbaut und ist somit der Platz mit dem ältesten Belag in Bergkamen. Dietmar Wurst, Vorsitzender des Vereins, wünscht sich einen neuen Platz – und brachte das auch im jüngsten Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr zur Sprache.

Spätestens ab 2023: Diese zwei Fußballplätze bekommen als nächste einen neuen Belag

Der Platz im Nordbergstadion strahlt noch in saftigem Grün. Er wurde erst vor zwei Jahren erneuert. © Marcel Drawe

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Spätestens 2023 gibt es einen neuen Belag für den Kunstrasenplatz in Rünthe

Wurst und seine Vereinskollegen müssen sich allerdings noch bis spätestens 2023 gedulden. „Wir gehen von einer Höchstlebensdauer von 15 bis 20 Jahren aus“, erklärt Rahn. 2023 hat der Rünther Platz 20 Jahre auf dem Buckel.

Amtsleiter Rahn hat die notwendige Erneuerung dementsprechend für die Haushaltsplanung angegeben. Möglicherweise werde er schon im nächsten Doppelhaushalt berücksichtigt. Derzeit erarbeitet die Verwaltung den Entwurf zum Haushalt 2020/21 bzw. zum Investitionsplan 2020/24, der unter anderem auch die Erneuerung des Kunstrasenplatzes in Rünthe vorsieht.

Spätestens ab 2023: Diese zwei Fußballplätze bekommen als nächste einen neuen Belag

Der Platz in Overberge muss erst zwischen 2025 und 2030 erneuert werden. © Marcel Drawe

Sportplätze werden genau beobachtet

Rahn steht in engem Austausch mit den Vereinen, die Sicherheit der Spieler ist ihm wichtig. Bis zu zweimal wöchentlich kontrollieren die Platzwarte die Plätze und vermerken Auffälligkeiten in einem Pflegeprotokoll. Kleinere Löcher können sie selbst mit Granulat bzw. Sand füllen. Größere Schäden werden durch eine Firma repariert. Die wechselt dann zum Beispiel dünne, abgespielte Beläge aus.

„Wenn ein Platz nicht bespielbar ist, wird er gesperrt“, sagt Rahn. Das sei zum Beispiel bei Frost der Fall.

Erst Rünthe dann Oberaden

Kunstrasenplätze in Bergkamen

  • Mitte: Neuer Belag 2017
  • Overberge: Bau 2010, neuer Belag zwischen 2025 und 2030
  • Weddinghofen: Bau 2009, neuer Belag zwischen 2024 und 2029
  • Oberaden: Bau2004, neuer Belag zwischen 2019 und 2024
  • Rünthe: Bau in 2003, neuer Belag als nächster geplant

Das Nordbergstadion in Bergkamen-Mitte ist das erste, das in den Genuss eines neuen Belages kam, weil er nicht nur abgenutzt war, sondern auch die Linien teils nicht mehr ganz gerade verliefen. Er wurde 1997 als erster Kunstrasenplatz in Bergkamen angelegt – und machte die Stadt zum Vorreiter der modernen Fußballplätze. „Wir hatten keine Erfahrungswerte und wussten nicht, wie lange der Belag halten würde“, erinnert sich Rahn. Doch Bergkamen riskierte es und verschonte die Sportler dort vor den damals noch öfter gesehenen, staubigen Ascheplätzen. Und dagegen sind wohl auch „poppige“ Plätze ein Segen.

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