Soul, Funk und eine Prise Blues mit Butch Williams und der Bluesnight Band

dzGrand Jam

Die ersten Minuten des Grand Jam im Oktober sahen wie ein Remake der guten, alten Bluesnight aus. Doch dann betrat Butch Williams die Bühne - und alles kam ganz anders.

Bergkamen

, 03.10.2019, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die komplette Bluesnight Band in alter Besetzung auf der Bühne versammelt, der Saal so voll wie lange nicht mehr und die Musiker stimmten mit Blues auf den Abend mit Gaststar Butch Williams ein: Viele Zuhörer beim Grand Jam im Thorheim fühlten sich um Jahre zurückversetzt - in die Zeit; als der Grand Jam noch Bluesnight hieß und die beiden ersten Stücke der Band so manchen unvergesslichen Blues-Abend einleiteten.

Soul und Funk aus den 70ern

Dann aber enterte Williams die Bühne und der Abend nahm einen völlig anderen Verlauf. Der begnadete Entertainer und Sänger riss seine Zuhörer von Anfang an mit, motivierte sie auf der Stelle zum Mitsingen, zum Mitklatschen und einige sogar zum Tanzen - allerdings nicht mit Blues, sondern mit einer Mischung aus 70er-Jahre-Soul und Funk, bei der das Entertainment und die beeindruckende Stimme von Williams nicht zu kurz kamen. Er beherrscht alles lupenrein: die ganz hohen, fast kreischenden und die tiefen, lange nachschwingenden Töne.

„I´m a Soul Man“ als Ansage für das Programm

Dass Butch Williams mit dem Stück „I´m a Soul Man“ ins Programm einstieg, erwies sich als eindeutige Ansage für den Abend. Das Publikum konnte ein fast unerwartetes Wiederhören mit Marvin Gaye („Mercy Mercy Me“) und Bobby Womack feiern. Zur Abwechslung präsentierten Williams und die Band Rock-Hits wie „The Joker“ von der Steve Miller Band und ein Medley von drei ZZ-Top-Titeln - jedoch in einer ganz eigenen Interpretation, die Stimme und Qualität der Band zur Geltung brachten.

Die bewies auch nach der Pause, dass sie viel mehr kann als „nur“ den Blues. Williams tauchte endgültig ab in den Kosmos von Soul und Funk und die Band folgte ihm. Horst Bergmeyer ließ den Synthesizer wie in den 70ern wimmern, Tommy Schneller spielte Saxofon, als wenn er nicht aus Niedersachsen sondern aus Philadelphia stammt und Gregor Hilden lieferte sich auf der Gitarre Schlachten mit Williams Stimme.

Das Publikum singt „Purple Rain“ begeistert mit

Als das Publikum nach mehr als zweieinhalb Stunden beeindruckender Live-Performance lautstark „Zugabe“ forderte, präsentierten Williams und die Band „Purple Rain“ von Prince in einer Weise, die allein das Eintrittsgeld wert war und das Publikum laut den Refrain mitsingen ließ.

Als danach die ersten zur Theke drängten, um ihren Deckel zu bezahlen, gab es doch noch den Blues als Zugabe: Williams und die Bluesnight Band verabschiedeten sich mit „Sweet Home Chicago“.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Energie-Scouts

In diesem großen Unternehmen treiben bald Jugendliche den Klimaschutz in voran

Meistgelesen