So wenig verdienen die Bergkamener

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Es gibt nur wenige Städte in NRW, in denen die Menschen so wenig Geld verdienen wie in Bergkamen.
Es gibt nur wenige Städte in NRW, in denen die Menschen so wenig Geld verdienen wie in Bergkamen. © Stefan Milk
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Alle Bergkamenerinnen und Bergkamener können zusammengerechnet pro Jahr 926 Millionen Euro ausgeben. Das klingt erst einmal nach einer beeindruckenden Summe. Teilt man sie allerdings durch die Zahl der Menschen, die in Bergkamen leben, kommt ein ziemlich niedriger Betrag heraus: 18.970 Euro.

So hoch bzw. niedrig ist das Einkommen des durchschnittlichen Bergkameners, nachdem er Steuern und Sozialabgaben bezahlt bzw. Sozialleistungen erhalten hat. Das haben die Landesstatistiker von NRW IT ausgerechnet. Die Zahlen gelten für das Jahr 2020.

Bergkamen liegt damit nicht nur deutlich unter dem Durchschnittseinkommen in NRW, das 23.201 Euro beträgt. Es nimmt in der Rangliste, die IT NRW aufgestellt hat, einen der hintersten Ränge ein: Von 396 Kommunen in NRW liegt Bergkamen auf Platz 389. Noch weniger verdienen die Menschen nur in Herne, Hückelhoven. Duisburg, Kleve, Alsdorf, Kranenburg und Gelsenkirchen. Dort stieg das Durchschnitteinkommen im Vergleich zu 2019 um 3,4 Prozent, die Stadt bleibt dennoch Schlusslicht.

Spitzenreiter ist mit einem Einkommen von 34.687 Euro Schalksmühle (Märkischer Kreis) gefolgt von Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) und Herdecke. Die Bergkamener Nachbarstädte haben folgende Positionen: Werne (24.437 Euro) 163, Kamen (22.050 Euro) 332, Lünen (19.608 Euro) 282, Hamm (19.514 Euro) 384. Die Kreisstadt Unna liegt mit 25.129 Euro auf Platz 105.