So viel soll der Umbau des Stadtmuseums kosten

dzFinanzplanung

Wer einen flüchtigen Blick auf die Zahlen für den geplanten Umbau des Stadtmuseums wirft, könnte meinen, dass die Kosten innerhalb eines Jahres massiv gestiegen sind. Aber der Eindruck täuscht.

25.10.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Hagener Architekt Markus K. Meier vor rund einem Jahr dem Kultur- und dem Bauausschuss seine Pläne für den Neu- und Umbau des Stadtmuseums vorstellte, schätzte er die Kosten auf knapp 2,8 Millionen Euro. Am 4. November ist Meier wieder in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Gremien zu Gast. Die müssen diesmal über eine Museumsumbau-Summe in Höhe von fast sechs Millionen Euro abstimmen. Das sieht nach einer drastischen Kostensteigerung aus. Aber dieser Eindruck täuscht, versichert Kulturdezernent und Kämmerer Marc Alexander Ulrich.

Viel Geld fließt in die Sanierung

Er will zwar insgesamt 5,89 Millionen Euro für die Museumsumgestaltung in den Doppelhaushalt für die nächsten beide Jahre einplanen. „Aber rund 65 Prozent der Ausgaben entfallen auf die Sanierung des Altgebäudes“, sagt er. Und die stünde über kurz oder lang ohnehin an. Deshalb sollen die Arbeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Umbau erledigt werden, sagt Ulrich. Das Museum bekommt eine neue Heizung, neue Fenster, wird in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und soll außerdem barrierefrei werden. Dafür will Ulrich 2020 2,5 Millionen Euro und 2021 1,2 Millionen in den Altbau investieren.

Am 4. November

Zwei Ausschüsse, eine Sitzung

Die gemeinsame Sitzung des Kulturausschusses und des Auschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr des Stadtrates beginnt am Montag, 4. November, um 16 Uhr im Ratssaal im Ratstrakt neben dem Rathaus. Im Anschluss beginnt dann um 17 Uhr eine Sitzung des Kulturausschusses. Die Tagesordnungen finden sich im Internet im städtischen Ratsinformationssystem unter https://ris.bergkamen.de/bi/infobi.asp

Museumsfachleute empfehlen neue Fassade

Ein Teil der Ausgaben geht auf Ratschläge der Museumsfachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zurück. Die haben zum Beispiel dringend empfohlen, die Südseite des Museumsbaus mit einer Doppelfassade zu versehen, um empfindliche Ausstellungsstücke gegen Sonnenstrahlen und Hitze zu schützen. Zugleich will Ulrich damit die städtebauliche Bedeutung des Museums betonen: „Die neue Fassade wird wirklich ein Schmuckstück.“ Architekt Meier will seine Pläne in der gemeinsamen Ausschusssitzung vorstellen. Und dann natürlich auch über die Kosten reden.

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1,69 Millionen für den Neubau

Für den Neubau mit Museumsfoyer, Café und Multifunktionsraum kalkuliert er jetzt mit 1,69 Millionen Euro. Vor einem Jahr war die Rede von rund 1,4 Millionen Euro. Dazu kommen noch einmal 500.000 Euro, für die das Museum eine neue Kassentheke, die Café-Einrichtung, Möbel, Ausstellungsvitrinen und andere bewegliche Sachen anschaffen will. Wenn die beiden Ausschüsse zustimmen, kann Ulrich die Gesamtsumme von rund sechs Millionen Euro in seinen Haushalt einstellen, den der Stadtrat im Dezember beschließen soll. Damit müssen die Museumsumbauer dann aber auch auskommen, versichert der Kämmerer: „Ich bin fest entschlossen, diesen Kostenrahmen einzuhalten.“

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