So sehen die neuen Schilder für die Bummannsburg aus

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Am Bodendenkmal Bummannsburg soll es demnächst einen ausgeschilderten Rundweg geben. Bis die Info-Tafeln stehen, dauert es noch. Aber zumindest die Entwürfe sind schon fertig.

Bergkamen

, 07.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sonderlich viel wissen die Wissenschaftlicher nicht über das Bodendenkmal „Bummannsburg“. Aber die gesicherten Informationen reichen zumindest, um insgesamt sechs Info-Tafeln zu füllen. Die Texte dafür hat das städtische Kulturreferat inzwischen mit dem Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe abgestimmt und es existieren auch schon Entwürfe für die Tafeln.

Schilder sollen bis zum Burgfest stehen

Bis sie tatsächlich stehen werden, dauert es noch eine ganze Weile. Bergkamens Museumschef Mark Schrader hat sich jedoch eine feste Frist gesetzt: Im Juli 2020 jährt es sich zum 20. Mal, dass die Bummannsburg in die Denkmalliste der Stadt eingetragen wurde.

So sehen die neuen Schilder für die Bummannsburg aus

So soll der Rundweg um die Bummannsburg verlaufen. © Stadt Bergkamen

Und im folgenden August will Schrader in dem Waldstück am Ostenhellweg ein Burgfest feiern. Die Besucher sollen dann einen Rundweg um die Bummannsburg absolvieren und dabei den Info-Tafeln folgen.

Wallburg-Anlage aus dem Mittelalter

So erfahren sie, dass es sich bei der Bummannsburg um die Reste einer großen Wallburg-Anlage handelt, die im 9. und 10. Jahrhundert für die Umgebung eine zivile und militärische Bedeutung hatte und im 13. Jahrhundert vermutlich als Fliehburg für die Bevölkerung diente. Das steht auf den Eingangstafeln, die Schrader an drei Stellen installieren will: Am Eingang zur Bummannsburg gegenüber von Kaufland, an einem Weg, der von Süden in den Wald führt und am Datteln-Hamm-Kanal.

So sehen die neuen Schilder für die Bummannsburg aus

So wird das Eingangsschild aussehen. © Stadt Bergkamen

Dort sollen die Tafeln den Touristen den Weg zu dem Bodendenkmal weisen. Die fünf anderen Schilder stehen dann auf einem Rundkurs um die Burg-Überreste. Der führt auch an einem etwa drei Meter hohen Erdwall im Osten des Areals vorbei. Er ist der letzte Überrest der Hauptburg, die nach den Erkenntnissen der Forscher aus einem rund 120 mal 80 Meter großen zweiteiligen Ringwall bestand.

Auch die Bäume gefährden das Denkmal

Welchen Nutzen die Wallburg genau hatte, lässt sich nur schwer rekonstruieren, weil sie durch menschliche Einflüsse und durch die Lippe zerstört wurden. In jüngster Vergangenheit haben vor allem Mountain-Bike-Fahrer, die die Bummannsburg als Strecke missbrauchen, Schäden angerichtet.

Es gibt aber auch natürliche Gefahren: Die Bäume, die auf dem Areal der Bummannsburg wachsen. Wenn sie zu groß werden, kann der Sandboden sie nicht mehr halten, so dass sie beim Umfallen weitere Schäden anrichten. Deshalb, so berichtet Schrader, überlege der Revierförster, von einem Hoch- auf einem Niederwald umzustellen, um das Denkmal zu schützen.

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