„Slackline“ oder roter Mann auf der Halde: IGA-Projekte sollen konkreter werden

dzInternationale Gartenausstellung 2027

Im kommenden Jahr soll feststehen, welche Projekte es zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) in Bergkamen geben wird. Gleich darauf sollen auch die Aufträge zum Bau erteilt werden.

Bergkamen

, 04.03.2020, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ideen gab es schon eine ganze Reihe, mit welchen Attraktionen Besucher im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 nach Bergkamen gelockt werden sollen. Der Vorteil für die Bergkamener: Die meisten dieser Projekte bleiben ihnen wohl auch erhalten, wenn die IGA nach einigen Monaten beendet ist.

Jetzt lesen

Im Gespräch waren schon eine Sommerrodelbahn auf der Halde, eine sogenannte „Slackline“ – ein Stahlseil, an dem Besucher über das Gelände schweben können – und nicht zu vergessen: der rote Mann, den ein Planer statt des Lichtkunstwerks auf die Haldenspitze stellen wollte.

Stadtrat berät über die Projektskizzen

Dabei, welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden sollen, hat der Bergkamener Stadtrat ein Wort mitzureden. In den kommenden Wochen sollen Projektskizzen für den IGA-Schwerpunkt Bergkamen-Lünen ausgearbeitet und mit der Bezirksregierung abgestimmt werden. Der Schwerpunkt gehört zu den „Zukunftsgärten“, die IGA-Gäste besuchen können, ohne Eintritt zu bezahlen. Eintrittspflichtige IGA-Schwerpunkte soll es auch geben.

Noch vor der Sommerpause soll sich der Stadtrat mit diesen Projektskizzen beschäftigen und darüber abstimmen.

Ein Band entlang von Kanal und Lippe zwischen Bergkamen und Lünen: So könnte der „Zukunftsgarten“ als Teil der IGA 2027 aussehen. Etwa in der Mitte ist die geplante Wasserstadt Aden zu sehen.

Ein Band entlang von Kanal und Lippe zwischen Bergkamen und Lünen: So könnte der „Zukunftsgarten“ als Teil der IGA 2027 aussehen. Etwa in der Mitte ist die geplante Wasserstadt Aden zu sehen. © Stadt Lünen

Planungswettbewerb für Büros nach den Sommerferien

Das ist die Grundlage für einen Planungswettbewerb, den der Regionalverband Ruhr (RVR) im Herbst ausschreibt und für den sich Planungsbüros bewerben können. Wie lang der Wettbewerb läuft und wann die Ergebnisse vorliegen, ist nach Angaben des Bergkamener Dezernenten Marc Alexander Ulrich noch nicht klar.

Für die an der IGA beteiligten Kommunen sind die Projekte wichtig, weil sie auf dieser Grundlage Fördergelder bei der Landesregierung beantragen können. Der Haken dabei: Das Land stellt keine Fördermittel eigens für die IGA zur Verfügung. Die Kommunen können sich lediglich für schon vorhandene Fördertöpfe um Mittel für die IGA-Projekte bewerben.

Jetzt lesen

An der Jury, die über die Wettbewerbsbeiträge entschiedet, sollen die beteiligten Städte, der Regionalverband und die Gartenbaugesellschaft beteiligt werden. Sie wählen gemeinsam aus, was realisiert wird. Anschließend wird es zum Bau ausgeschrieben, damit alle Projekte bis 2027 umgesetzt sind.

Um alle Projekte umzusetzen, will der RVR eine Durchführungsgesellschaft gründen. Bergkamen möchte Teil davon werden, auch wenn die Gesellschaft vor allem für die zahlungspflichtigen Standorte wichtig ist. „Für uns ist das eine Frage der Wertschätzung“, sagt Ulrich.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Fragen an die Redaktion
Coronavirus: Kann das Virus über Lebensmittel, Bargeld oder Türklinken übertragen werden?