Serieneinbrecher soll sogar an Weihnachten zugeschlagen haben

dzProzessauftakt am Landgericht

Die Bescherung war gerade erst ein paar Stunden her, da bekam eine Familie aus Bergkamen am Weihnachtstag 2016 ungebetenen Besuch. Seit Montag beschäftigt der Fall das Landgericht Dortmund.

Bergkamen

, 28.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 25-jähriger Albaner muss sich wegen Einbruchdiebstahls vor der 36. Strafkammer des Landgerichts verantworten. Zwischen Ende November 2016 und Ende Januar 2017 soll er eine Vielzahl von Taten verübt haben. Außer in Bergkamen begab er sich laut Staatsanwaltschaft auch in Werne und Hamm auf Diebestour.

Schmuck und Geld als Beute

Der „Weihnachts-Einbruch“ in Oberaden wurde von den Opfern erst nach deren Heimkehr um kurz nach 23 Uhr bemerkt. Am Nachmittag hatten sie ihr Haus für einen Besuch verlassen. Und das soll der Angeklagte eiskalt ausgenutzt haben. Neben einer 22-Karat-Kette und goldenen Ringen nahmen die Täter auch ein paar goldene Ohrringe mit. Und den Besitzern war die Weihnachtsfreude natürlich gänzlich verdorben.

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Tatorte auch in Hamm und Werne

Auch unmittelbar nach den Feiertagen soll der Albaner wieder losgezogen sein. Zusammen mit einem Komplizen schlug er offenbar am 28. Dezember 2016 in einem Wohnhaus in Hamm zu. Die Beute dort bestand aus Bargeld und diversen elektronischen Geräten, die später auf dem Schwarzmarkt ihrerseits zu Geld gemacht wurden.

Doppel-Einbruch ohne Beute

Als besonders dreist erwiesen sich die Einbrecher, die am 17. Dezember 2016 an einem Einfamilienhaus in Werne auftauchten. Auch in diesem Fall geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeklagte mit von der Partie war. Irgendwann am Nachmittag müssen die Diebe erstmals an dem Haus gewesen sein. Sie stiegen ein, entdeckten einen Tresor im Keller und entschlossen sich zu einer ungewöhnlichen Aktion: Sie verließen den Tatort zunächst ohne Beute, um später noch einmal wiederzukommen. Diesmal mit besseren Werkzeug im Gepäck.

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Als sie gegen 23 Uhr dann tatsächlich abermals in dem Haus auftauchten, wurden sie jedoch von einem der Bewohner empfangen. Und obwohl sie den Mann mit einem Elektroschocker bedrohten, soll es diesem schließlich gelungen sein, die Einbrecher von seinem Grundstück zu vertreiben.

Angeklagter will schweigen

Während die Täter in diesem Fall also keine Beute machten, sollen sie am 10. Dezember unweit des Kamener Kreuzes besonders erfolgreich gewesen sein. Neben Bargeld, Schmuck und Elektrogeräten fielen ihnen in dem Haus auch zwölf Stangen Zigaretten in die Hände. Der Wert der Beute betrug laut Anklage insgesamt rund 2800 Euro.

Zu Prozessbeginn hat sich der Angeklagte am Montag noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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