Sechs Bewerber für die Wahl in Hettstedt

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Bergkamens Partnerstadt Hettstedt wählt am 28. Oktober einen neuen Bürgermeister. Der Termin stand schon lange fest – doch seit dem Tod des Amtsinhabers Danny Kavalier ist alles anders.

Bergkamen

, 01.10.2018, 12:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Christina Kosiol auf Anfrage sagte, haben sich bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am Montag sechs Kandidaten im Hettstedter Rathaus gemeldet. „Vor dem 1. September gab es nur zwei Bewerber“, sagte Kosiol. Amtsinhaber Kavalier hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass er erneut antreten will. Er galt eigentlich auch als Favorit für die Wahl. Als Gegenkandidat hatte der parteilose Bewerber Dirk Fuhlert seinen Hut in den Ring geworfen. Der 50-jähriger Hettstedter betreibt eine Firma für TV- und Videoproduktion und saß früher für die „Freien Bürger Mitteldeutschlands“ im Hettstedter Stadtrat.

Nach dem Tod Kavaliers haben sich noch weitere Bürgermeister-Kandidaten gemeldet. Kavaliers Partei, die CDU, hat ihren Stadtverbandsvorsitzenden Frank Hergeröder nominiert. Für die SPD tritt der Parteilose Frank Geilert an, der Vorsitzende des Vereins „Alte Druckerei Heise“. Der betreibt ein Museum in einer aus dem Jahr 1889 gegründeten Druckerei in Hettstedt.

Der AfD-Kreisverband Mansfeld-Südharz hat den Hettstedter Hans-Joachim Klanert zu seinem Bürgermeisterkandidaten gemacht. Auf der Homepage der Rechtspopulisten firmiert der 60-Jährige als Wirtschaftsmanager. Aus dem Umfeld der AfD stammt auch der einzige externe Bewerber. Es handelt sich um den Landtagsabgeordneten Jens Diederichs aus Eisleben. Er wurde bei der Landtagswahl 2016 als Direktkandidat der AfD ins Magdeburger Parlament gewählt. Anfang Juni 2017 trat er aus der AfD-Fraktion aus und schloss sich der CDU-Fraktion an. „Das hat für ziemliche Aufregung gesorgt“, sagt Vize-Bürgermeisterin Kosiol. Der CDU-Kreisverband Mansfeld-Südharz sprach sich gegen die Aufnahme von Diederichs in die Landtagsfraktion aus.

Zudem gibt es noch einen weiteren Einzelbewerber, der aus Hettstedt kommt: Der 38-jährige Versicherungskaufmann André Ulrich. Er zählt ebenfalls zu den „Freien Wählern Mitteldeutschland“, lässt seine Mitgliedschaft aber ruhen.

Angesichts von sechs Bewerbern und den nach dem Tod von Danny Kavalier völlig geänderten Rahmenbedingungen rechnet Kosiol nicht damit, dass einer der Bewerber am 28. Oktober die absolute Mehrheit bekommt. „Dann wird es am 11. November eine Stichwahl geben“, kündigt sie. Zu der treten die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen an.

Das erste wichtige Datum für die wahlinteressierten Hettstedter ist bereits am 4. Oktober: Dann stellen sich die Bürgermeister-Kandidaten bei einer Veranstaltung im Rathaus vor.

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