Schockdiagnose Blutkrebs: Christiane Stützer aus Bergkamen sucht genetischen Zwilling

dzStammzellenspender benötigt

Die Schockdiagnose Blutkrebs veränderte von einem Moment auf den anderen das Leben von Christiane Stützer aus Bergkamen. Die 53-Jährige benötigt einen Stammzellen-Spender - und das in Corona-Zeiten.

Bergkamen

, 23.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 53-jährige Christiane Stützer liebt es, mit ihrer Familie und den beiden Retromöpsen lange Spaziergänge zu machen und viel Zeit in der Natur zu verbringen. Doch aktuell kann die zweifache Mutter weder Zeit mit ihrer Familie noch in der Natur verbringen, denn Christiane hat Blutkrebs. Das stellte das bislang gewohnte Leben komplett auf den Kopf. Zum Überleben braucht sie dringend eine Stammzellspende. Sie leidet an der besonders aggressiven Form AML, die im höchsten Maße lebensbedrohlich ist.

Alles brach wie ein Kartenhaus zusammen

„Vor einigen Wochen war die Welt noch in Ordnung, dann kam die Schockdiagnose“, erinnert sich die Bergkamenerin. „Alles brach von jetzt auf gleich wie ein Kartenhaus, zusammen. Für mich und auch für meine Liebsten.“

Aus ihrer Familie kommt niemand als Spender in Frage. Daher kann Christiane Stützer nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist.

In Corona-Zeiten Aufruf zur Online-Registrierung

Um Christiane und andere Patienten bei der Suche nach einem passenden Spender zu unterstützen, rufen Familie und Freunde gemeinsam mit der Deutschen Knochenmark Spenderdatei - DKMS - dazu auf, sich als potenzieller Stammzellspender zu registrieren.

In Corona-Zeiten ist das allerdings nicht so einfach, denn aktuell sind keine Spender-Aktionen, wie sie oftmals durch Freunde und Vereine für an Blutkrebs erkrankte Menschen initiiert werden, möglich. Somit kommt der Online-Registrierung eine immer größere Bedeutung zu, wie seitens der DKMS zu vernehmen ist.

Personen, die sich bislang nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben, gibt Christiane Stützer mit auf den Weg: „Bitte lasst euch als potenzielle Stammzellenspender registrieren. Es tut nicht weh, geht ganz schnell und ihr helft damit unzähligen Menschen. Diese Krankheit kann jeden treffen.“

In Bergkamen hat es schon mehrfach Typisierungsaktionen der DKMS gegeben. Dafür ist nur ein Abstrich mit dem Wattestäbchen notwendig.  In Corona-Zeiten soll die Typisierung aber per Post vorgenommen werden.

In Bergkamen hat es schon mehrfach Typisierungsaktionen der DKMS gegeben. Dafür ist nur ein Abstrich mit dem Wattestäbchen notwendig. In Corona-Zeiten soll die Typisierung aber per Post vorgenommen werden. © Borys Sarad (Archiv)

Es dauert nur ein paar Klicks, um Post zu bekommen

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Christiane Stützer und anderen Patienten helfen und sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/christiane-braucht-dich die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen.

Die Registrierung geht dann einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Registrierte Spender müssen nicht nochmals teilnehmen

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

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Auch Geldspenden helfen

Auch Geldspenden helfen, Leben zu retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Spenden mit dem Verwendungszweck LPS 218 gehen auf das DKMS-Spendenkonto DE64 6415 0020 0000 2555 56.

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