Nur zwei Monate nach Reparatur: Scheiben an Bus-Wartehäuschen schon wieder eingeschlagen

dzVandalismus

Zwei Bus-Wartehäuschen sind das Ziel von Vandalismus geworden – nur wenige Wochen nachdem die Stadt die Haltestellen renoviert hatte. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Bergkamen

, 20.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude über die frisch renovierten Bus-Wartehäuschen in Bergkamen währte nur kurz: Erst vor gut zwei Monaten hatte die Stadt an 21 Buswartehäuschen die provisorischen Sperrholzplatten wieder durch Glasscheiben ersetzt. Die Holzplatten waren eingebaut worden, weil die Glasscheiben zerstört wurden.

Jetzt muss die Stadt schon wieder den Glaser bestellen. Unbekannte haben bereits am vorvergangenen Wochenende wieder Scheiben an zwei der Wartehäuschen eingeschlagen.

VKU ist nur für das Haltestellen-Schild zuständig

Der VKU waren die zerstörten Scheiben bereits vor einer Woche gemeldet worden. Die Verkehrsgesellschaft ist jedoch für die Wartehäuschen nicht zuständig. „Uns gehört nur der Mast mit dem Haltestellenschild“, sagte Sabine Schröder vom Verkehrsmanagement der VKU in Kamen. Für alles andere sei die jeweilige Kommune zuständig. Deshalb gab die VKU die Schadensmeldung an die Stadt Bergkamen weiter.

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Die stellte fest, dass die Unbekannten, nicht nur an der Haltestelle „Lippebrücke“ an der Werner Straße einen Teil der Scheiben zerstört haben. Sie schlugen auch einige hundert Meter weiter an der Haltestelle an der Zufahrt zur Marina zu. Nach Angaben von Stephan Polplatz, dem Leiter des Bergkamener Baubetriebshofs, hat er die Reparatur bereits in Auftrag gegeben.

Scheiben sollen wieder ersetzt werden

Der Kostenvoranschlag für die neuen Scheiben liegt ihm bereits vor: Die neuen Scheiben samt Einsetzen kosten rund 4500 Euro, die wie immer der Steuerzahler trägt – denn es handelt sich um öffentliches Eigentum. Das ist nicht der erste Schaden an den erst kürzlich erneuerten Bus-Wartehäuschen in Bergkamen. In Oberaden wurden die Scheiben an einer Haltestelle schon mit Graffiti beschmiert, die mit einem enormen Aufwand wieder entfernt werden müssen.

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In allen Fällen hat die Stadt Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Täter zu ermitteln und sich von ihnen das Geld für die Reparatur wiederholen sei jedoch schwer, räumt Polplatz ein – es sei denn, es melden sich Zeugen, die die Täter beobachtet haben. Er appelliert deshalb an die Bürger, ein Auge auf die Wartehäuschen zu haben.

Die Schäden an den Wartehäuschen sind nach seinen Erfahrungen kein typisches Bergkamener Phänomen. Polplatz tauscht sich regelmäßig mit anderen Kommunen über ihre Erfahrungen mit Vandalismus-Schäden aus. Sein Fazit: „Leider kommt das Zerstören und Beschmieren von Wartehäuschen immer wieder und in allen Kommunen vor.“

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