„Sauberes Oberaden“: Wenig Problem-Müll - aber den Helfern bleibt trotzdem genug zu tun

dzMüllsammel-Aktion

Die Zeiten, in denen die Helfer der Aktion „Sauberes Oberaden“ Autoreifen und Ölkanister einsammeln mussten, scheinen vorbei zu sein. Zum Glück. Aber das Aufräumen dient ja noch einem anderen Zweck.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 19.09.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ungebrochene Treue“ so lautet das Motto der BVB-Fans, welches man aber eigentlich auch ohne Einschränkung mindestens auf diejenigen Oberadener übertragen könnte, die am Samstagmorgen zur traditionellen Müllsammelaktion „Sauberes Oberaden“ angetreten waren. „Denn trotz Corona waren wieder alle an Bord“, freute sich der Vorsitzende der SPD-Oberaden, Rüdiger Weiß.

„Nach den großen Ferien schreiben wir immer alle Oberadener Vereine an, ob sie sich wieder an der Müllsammelaktion beteiligen möchten“, erläuterte Weiß. „Glücklicherweise hatten wir in den rund 20 Jahren, in denen wir das machen, nie Probleme, genügend Helfer zu finden. Viele können schon gar nicht mehr anders“, meinte Weiß augenzwinkernd.

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Beim Müllsammeln kommen die Nachbarn ins Gespräch

Rund 50 Helfer kommen meist zusammen, die sich dann mit den Bezirksvertretern auf die fünf Wahlbezirke aufteilen. „Zum einen wollen alle natürlich etwas Gutes für den Ortsteil tun, zum anderen kommt man auch mal wieder ganz ungezwungen mit seinen Nachbarn ins Gespräch“, berichtete der SPD-Vorsitzende.

Neben den Mitgliedern aus Schützenverein, Fanclub Schalke 04, Leichtathleten, Neuapostolischer Kirche, der IGBCE, der Feuerwehr und einigen anderen Vereinen war natürlich der ein oder andere Einzelkämpfer mit dabei.

Reifen liegen nur noch selten im Straßengraben

„Erfreulicherweise finden wir kaum noch Problem-Müll, wie Autoreifen oder Ölkanister in den Straßengräben und an den verborgenen Wiesenrändern“ sagte Weiß. Er appellierte trotzdem an alle, die es immer noch nicht wissen, den Müll doch lieber zum Wertstoffhof zu bringen: „Das ist erstens legal und man muss auch nicht befürchten, beobachtet worden zu sein, denn dann kann es natürlich richtig teuer werden.“

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Die Helfer finden einen Wäschestände und eine Gartenbank

Nichtsdestotrotz hatten die fleißigen Helfer der Aktion auch jetzt wieder so einiges zusammengetragen. Größere Teile waren ein metallener Wäscheständer und eine Gartenbank. Der Rest war meist Kleinmüll, den man mal schnell in der Dunkelheit aus dem Autofenster werfen kann.

Wie immer gab es nach der Müllsammelaktion für alle fleißigen Helfer die deftige Erbsensuppe mit Bockwursteinlage und ein aufrichtiges Dankeschön von Rüdiger Weiß, denn es sei ja keineswegs eine Selbstverständlichkeit, den wertvollen Samstagvormittag so uneigennützig zu opfern.

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