Sarah Bokop ist Referendarin am Gymnasium. Wenn sie nicht unterrichtet, steht sie am Herd. Sie kocht aber nicht nur zu Hause, sondern auch vor Kamera. Der Auftritt bei „Die Küchenschlacht“ war nicht ihr erster.

Bergkamen

, 10.12.2019, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn ein junges Mädchen leidenschaftlich gerne kocht, dann liegt die Vermutung nahe, dass sie sich das bei ihrer Mutter oder Großmutter abgeschaut hat. Doch es geht auch andersherum. Erst seit Sarah Bokop sich fürs Kochen begeistert, stehen auch ihre Mutter und ihre Schwestern öfter am Herd.

Umso früher stand Bokop am Herd. „Andere haben Teletubbies geschaut und ich Kochshows“, sagt sie. Schon früh habe sie heimlich gekocht, mit etwa elf Jahren durfte sie dann für andere kochen. „Steffen Henssler war mein Idol“, sagt die angehende Lehrerin, die am Gymnasium Bergkamen die Fächer Biologie und Erdkunde unterrichtet.

„Steffen Henssler war mein Idol“
Sarah Bokop, 26

Wenn es sich anbietet, lässt Bokop ihr Hobby auch in den Unterricht einfließen – etwa als sie im Biounterricht das Thema Bienen behandelte und mit den Schülern selber Müsli mit Honig zubereitete.

Die Referendarin steht kurz vor ihrem Examen und hofft dann auf eine Stelle am Bergkamener Gymnasium. Am Lehrerberuf begeistert sie der soziale Kontakt zu Kollegen und Schülern, aber auch die Inhalte ihrer Fächer. Und doch schließt sie nicht aus, einmal als Köchin zu arbeiten. Am Kochen begeistert sie, dass Kreativität auf etwas Sinnvolles trifft. „Man hat am Ende etwas davon.“

Topfgeldjäger, The Taste und Die Küchenschlacht: Sarah Bokop kocht privat und vor der Kamera

Sarah Bokop kocht nicht nur leidenschaftlich gerne – sie liebt es auch, Schüler zu unterrichten. Bokop macht derzeit ihr Referendariat am Bergkamener Gymnasium. Sie würde dort auch nach ihrem Examen gerne bleiben. Bokop pendelt jeden Tag aus Münster nach Bergkamen. Dort hat sie auch studiert. © Marcel Drawe

Sarah Bokop kann sich vorstellen, einmal als Köchin zu arbeiten

Als Köchin würde sie ihr Hobby zum Beruf machen. Das Zeug dazu hat sie: Bokop trat schon in mehreren TV-Shows auf und arbeitete während ihrer Studienzeit in Münster in einem Drei-Sterne-Restaurant. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Bokop mit 17 Jahren. Gemeinsam mit ihrer Mutter trat sie für das Format „Topfgeldjäger“ vor die Kamera, es folgten Auftritte bei „The Taste“ und „Die Küchenschlacht“.

Für „Die Küchenschlacht“ kochte die 26-Jährige nun wieder vor der Kamera. Nachdem sie im Jahr 2014 als Siegerin 15.000 Euro mit nach Hause nahm, wurde sie nun für die „Ehemaligen-Woche“ erneut angefragt. Das Preisgeld sollte der Gewinner für einen guten Zweck spenden.

Bergkamenerin gewinnt „Die Küchenschlacht“

„Andere haben Teletubbies geschaut und ich Kochshows“
SARAH BOKOP, Referendarin am Gymnasium

Sarah Bokop meisterte die fünf Runden, die jeweils von Montag bis Freitag ausgestrahlt werden und immer ein eigenes Motto haben.

An jedem Tag muss einer der Hobbyköche die Show verlassen, bis am Ende ein Sieger hervorgeht. Und der hieß am 6. Dezember Sarah Bokop. Ihr Rehrücken im Strudelteig mit Preiselbeersauce und Maronen-Gnocchi mit Rosenkohl überzeugte im Finale die Jury. Das Rezept gab Koch und Gastgeber der Sendung Johann Lafer vor.

Doch auch mit eigenen Rezepte überzeugte Bokop die Jury, die jeweils von einem anderen Koch besetzt wird. Sie bereitete zum Beispiel westfälische Erbsensuppe, Apfel-Küchlein und Granatapfel-Cranberry-Punsch zu und Rehrücken mit Rotweinsauce, Selleriepüree und Rote-Bete-Apfel-Salat. Den Rehrücken kochte sie passend zum Motto „adventliche Leibgerichte“.

Sarah Bokop kocht nicht jeden Abend aufwendig

Bokop bereitet gerne Wild zu und hatte in der Woche vom 2. bis 6. Dezember das Glück, dreimal Wildfleisch zubereiten zu dürfen. Am zweiten Tag kochten die Teilnehmer Gerichte ihrer Konkurrenten, die zufällig verteilt wurden. Bokop bereitete Rehschnitzel in Walnuss-Panko-Panierung mit Traubensauce, Drillingen und Feldsalat zu. Und am Finaltag beinhaltete das vorgegebene Rezept ebenfalls Wild – Heimspiel für Bokop also.

Topfgeldjäger, The Taste und Die Küchenschlacht: Sarah Bokop kocht privat und vor der Kamera

Am dritten Tag kocht Sarah Bokop „Dinde farcie aux marrons“, ein Gericht aus Frankreich. Es ist eine gefüllte Truthahnbrust mit Maronenpüree und Bohnen im Speckmantel. Ausgestrahlt wurde die Folge am 4. Dezember. Gedreht wurde die Folge aber schon im Oktober. © ZDF/Markus Hertrich

Von der Kamera lässt sie sich beim Zubereiten längst nicht mehr stören. Und auch an ihre Stimme und ihr Aussehen im Fernsehen habe sie sich längst gewöhnt. Auch die Blicke der Zuschauer oder die Frage des Gastgebers bringen die Münsteranerin nicht aus der Ruhe. Wenn sie kocht, dann weiß sie, was sie tut – und zwar nicht vor der Kamera.

Auch für ihre Freunde und Familie kocht Bokop gerne aufwendigere Gerichte. Jeden Tag kommt das aber freilich nicht vor. Frisch koche sie für sich und ihren Freund aber immer, so Bokop. Dabei ist ihr Leibgericht ein ganz einfaches: Spaghetti Bolognese.

1500 Euro Preisgeld


Spende für den Förderverein

  • Sarah Bokop, Referendarin am Gymnasium Bergkamen, erhielt in der Sendung „Küchenschlacht“ als Siegerin 1500 Euro.
  • Das Preisgeld kommt guten Zwecken zugute. 500 Euro spendet sie dem Förderverein des Gymnasiums Bergkamen – es soll der Klima-AG zugute kommen. Die setzt sich derzeit dafür ein, dass jeder Schüler eine Trinkflasche bekommt. Der Förderverein des Gymnasiums freut sich jederzeit über eine Spende für die Schüler.
  • Wen Bokop mit den restlichen 1000 Euro unterstützen wird, weiß sie noch nicht. Das Geld wird aber auf jeden Fall für den guten Zweck eingesetzt.
  • Die Sendungen kann man sich online in der ZDFmediathek ansehen. Sie sind noch bis Anfang Januar verfügbar.
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